Nusskette

Durch das Buch Häuschen, Spielzeug & Co Selbstgebasteltes für Hamster von Carin Oliver erhielt ich eine weitere Bastelidee, worauf ich selbst wohl nie, mindestens jedoch nicht so schnell gekommen wäre:

Halbe Walnussschalen auf eine Schnur gefädelt und als Futterverstecke in den Käfig gehängt, bringt den kleinen Nagern nicht nur Beschäftigung, sondern hilft ihnen auch, die immer nachwachsenden Schneidezähne in Form zu halten.

Das Spielzeug überlässt man seinem Hamster entweder zum alleine erkunden und selbst schlau werden oder man bringt sich als „Helfer“ ein und wird – vielleicht – sowas wie ein guter Freund aus Hamstersicht.

Da ich nicht weiß, ob und womit Kleiner Dienstag im Vorbesitz besonders beschäftigt wurde, entschied ich mich dabei zu bleiben, zu beobachten, ggf. zu helfen.

Mich an die Beschreibung im Buch gehalten und obwohl Kleiner Dienstag ein stattlicher Vertreter seiner Art ist, stellte ich allerdings schnell fest, dass die vorgeschlagene Menge von neuen Schalen übereinander (zumindest für den Anfang) zu viel ist. – Fürs Erste tun’s auch drei bis maximal fünf. Zieht der Hamster daran und kommt ihm die Kette aus, ist die Wucht des Schwungs – es könnte ein Kinnhaken werden – für die Kurzen nicht so heftig und verstörend, wie bspw. mit neun.

Auch hat sich die Bearbeitungsmethode mit Hammer und Nagel erst die Hälften zu teilen, dann die Löcher für die Schnur zu machen (bei mir) nicht bewährt.

Mein kleiner Akkuschrauber und sein Kollege 2mm Holzbohrer waren da schon effizienter in Zeit-, Material- sowie Nervenschonung.Welche Größe die Walnussschalen haben (sollen), liegt vorallem daran, wo Walnussbäume stehen, wie groß deren Früchte werde und an welche man überhaupt ran kommt?

Für den Fall, dass Kleiner Dienstag auch die Schnur „unter die Lupe“ nimmt, entschied ich mich für einen Küchenbindfaden aus Sisal, womit bspw. auch Rouladen geschnürt werden.

Als Erstes wird die Schnur auf die Länge abgemessen, wo und wie die Kette später im Käfig hängen soll und gibt ca. 20cm dazu – das Ende, das durchgefädelt wird, franst u.a. mit der Zeit aus, muss geglättet (gekürzt) werden.

Nachdem die Unterlegscheibe aus Metall verknotet ist, folgt die erste Schalenhälfte mit der Öffnung nach unten. Diese sollte große genug sein, um die Unterlegscheibe vollständig abzudecken.

Ein Stopper aus Metall empfhielt sich deshalb, da bspw. Perlen aus Kunststoff leicht angeknabbert und die abgenagten Plastikteile für den Hamster gefährlich werden können. Ein Stopper aus Holz kann ebenfalls angenagt werden und das ganze Konstrukt unkontrolliert zum Ein-, respektive Absturz bringen.

Nun werden die Schalen, in die später das Futter versteckt wird, nacheinander, mit der Öffnung nach oben aufgefädelt; im Optimalfall sind sie größer als die Stopp-Schale.

Zur Befestigung macht man oben, nur mit der Schnur, eine Knotenschlaufe. Zum Aufhängen am Käfigdach empfiehlt sich wieder ein Simplex- oder ein kleiner Karabinerhaken.

Man kann die Kette natürlich auch um das Dachgitter knoten, doch mit einem Haken ist es nicht nur für den Mensch einfacher, sondern für den Hamster auch weniger bis gar nicht störend, wenn man nicht allzu lange rumfummeln muss, den Knoten wieder gelöst zu bekommen.

Bis der Hamster das Prinzip dieses Spielzeugs verstanden hat, kann man ihm beim Benutzen und Verstehen helfen, indem man – wenn der Hamster es nach einer bestimmten Zeit von xy Minuten – eine Schale nach der anderen anhebt, sodass er an sein Futter gelangt.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Basteln und anschließend jede Menge Freude beim gemeinsamen Spiel!

*in diesem Sinn*
Eure Zeller