Hilfe vor Ort in Afrika (Burkina Faso) – Privat macht’s vor.

[Erstmals geschrieben Mai 2016]

Anni Wieser Sommer 2017Die so genannten Großen bauen aus reiner Profitgier den Mist, „die Kleinen“ bemühen sich mit nichts als Menschlichkeit als Antrieb um Schadensbegrenzung, um klar zu stellen: Es gibt nicht nur korruptes, geldgeiles Lobbyistentum, dem menschliche Schicksale scheißegal ist.

So oder so ähnlich kann man Anni Wiesers Engagement umschreiben [selbstverständlich politisch unkorrekt], die Armut und das damit verbundene / daraus resultierende Elend in Burkina Faso zu mindern.

Während die Politik nicht genug Waffen exportieren sowie Kriege schüren lassen kann, mit hohen Subventionen für europäische Produkte die regionalen Erzeugnisse künstlich verteuert, dass die afrikanischen Hersteller auf ihren Waren sitzen bleiben und Weltkonzerne wie bspw. CocaCola und Nestlé zudem die Arroganz besitzen, sich wichtige Wasserquellen anzueignen, hat es sich Anni Wieser im Radolfzeller Ortsteil Stahringen 1994 zur Lebensaufgabe gemacht, den Ärmsten der Armen zu helfen. – David gegen Goliath, ging schon mal gut aus.

Angefangen mit der Vermittlung von Patenschaften (1994 – 2010) sorgt Anni Wieser seit der großen Hungersnot 2012 mit dem Verkauf von gespendeten Gegenständen über ihren privaten Flohmarkt direkt für finanzielle Unterstützung, welche persönlich überbracht und vor Ort für Nahrung, medizinische Grundversorgung, Ermöglichen von Schulbildung sowie Hilfe zur Selbsthilfe verwendet wird.

Reis stellt in Afrika eines der höchsten Luxusgüter dar. – Unvorstellbar, beim nächsten Discounter gibt’s acht Kochbeutel Langkornreis doch für unter € 1,-! Auch ein Laib Brot für „nur“ 20 Cent, ist für afrikanische Verhältnisse nahezu unerschwinglich.

Extrem tragisch und beschämend zugleich, wenn man sich vor Augen hält, dass allein in Deutschland jährlich ca. 11 Millionen Tonnen Lebensmittel von Industrie, Handel, Großverbraucher und Privat einfach so im Müll landen.

Eine zu krumme Banane, eine zu kurze Karotte, ein zu kleiner Apfel oder Pfirsich, eine unförmige Gurke und schon gelten Lebensmittel als nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet: „Ausschuß“.

Nebenbei bemerkt: Das Auge mag mitessen, doch am Ende hat grundsätzlich der Darm das letzte Wort und was glaubt ihr, wie das hübsch angerichtete Büffet im Magen aussieht?! – EU-Norm hin, DIN-Raster her.

Zurück zu Anni Wieser und ihren Herzensprojekten: drei Dörfer, ein Waisenheim für Säuglinge und Kleinkinder, ein Blindenheim, eine Auffangstation für geächtete Frauen, wenn der Mann verstorben ist und die Kinder sich nicht um sie kümmern können oder wollen sowie Besuche bei Inhaftierten eines Gefängnisses, deren Verurteilung nicht zwingend rechtmäßig erfolgte.

Da Annis Initiative auf keinem „Verwaltungsapparat“ aufgebaut ist, erreichen die Einnahmen ihres Privatflohmarktes die Bedürftigen zu 100%; ihre Flug- und Logiskosten zahlt sie aus eigener Tasche.

Mindestens € 8.000,- müssen jeweils zusammen kommen, damit sich die weite Reise und der etwa 14-tägige Aufenthalt in Burkina Faso lohnt. Des Weiteren benötigt Anni immer jemanden, der der französischen Sprache mächtig und in der Lage ist, die anfallenden Reisekosten für sich selbst zu tragen. – Jedes Jahr im Februar werden die Koffer gepackt und das noch so lange, wie Anni selbst gesundheitlich, körperlich dazu in der Lage ist.

„Ich habe Alles, was ich brauche.“, sagt Anni Wieser, fragt man sie nach ihrer Motivation. „Die in Burkina Faso haben Nichts. Gar Nichts! Wenn man dieses Elend einmal mit eigenen Augen gesehen hat, muss man einfach helfen!“

Wer meinen Blog im Bereich Tiersch(m)utz kennt, weiß, dass ich Hilfe vor Ort immer der gern praktizierten Problemverlagerung vorziehe und so versteht es sich komplett von selbst, dass ich hiermit unmissverständlich dazu aufrufe, Anni Wieser in ihren Bemühungen zu unterstützen, um die Not, das Leid und Elend in Burkina Faso zumindest lindern zu können!

Wenn Ihr also jemals oder regelmäßig durch Stahringen bei Radolfzell am Bodensee fahrt, so haltet doch einfach mal auf der Hauptstraße bei Hausnummer 48 an und stöbert in dem vielseitigen Sortiment von Annis privatem Flohmarkt.

Bitte feilscht nicht wie auf einem Basar und vergesst auch für einen Moment den Slogan: Geiz ist geil! Jeder Cent und Euro wird hier dringend benötigt, um der Armut in Burkina Faso die Stirn zu bieten, die sich die Meisten von uns wohl nicht einmal in ihren allerschlimmsten Gedanken vorstellen können (und wollen).

Ihr wohnt weder in der Region, noch kommt Ihr auf absehbare Zeit hierher in Urlaub und möchtet trotzdem mit einer Spende helfen? Spendenkonto: DE13 6925 0035 0004 7576 39.

Ihr hättet Lust, Zeit, Erfahrung sowie die finanziellen Möglichkeiten, Anni Wieser auf ihrer alljährlichen Reise zu begleiten? Ihr habt sehr gut erhaltene Gegenstände abzugeben? – Setzt Euch bitte telefonisch mit Anni Wieser in Verbindung: 07738 5370.

Unter dem Motto: Helfen zu helfen, macht auch Ihr mit! beende ich diesen Blogeintrag und hoffe auf zahlreiche weitere Unterstützung für Anni Wiesers Afrika-Hilfe.

*in diesem Sinn*
Vielen Dank,

Eure Sandra

Wer wissen möchte, WO und WIE die wirklich Bedürftigen in Afrika leben und leiden müssen, die sich nicht wie all die Möchtegern-Flüchtinge „mal eben“ – angeblich – zig Tausend €uro für eine Überfahrt in das „reiche“ Europa leisten können, klickt sich bitte in und durch die Bildergalerie von Anna Wiesers Afrika-Hilfe

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