Montag, Oktober 26
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Tierklinik Dr. Riegger in Villingen-Schwenningen

[Bilder folgen]

Wer bislang immer nur mit kleinen, einfachen Tierarztpraxen zu tun hat, scheut – eigentlich völlig grundlos – davor zurück, eine Tierklinik aufzusuchen, doch irgendwann gibt’s für Alles ein erstes Mal.

Bei uns war dieses im Sommer 2010, als sich vor allem Gino (Panda ein bisschen) beim Massieren schmerzhaft zeigte und ich gerne abgeklärt hätte, woran das liegen kann.

Auf der Suche nach einer Praxis, die Untersuchung per CT anbot, kam ich auf die Website der Tierklinik Dr. Riegger und ein Telefonat später hatten wir einen Termin, um die Jungs in die Röhre zu schieben. – Zugegeben: ich war schon etwas aufgeregt, man ging ja nicht alle Tage in eine Tierklinik.

Aus meiner Münchner Zeit, als ich mit meinem ersten Hund zur Tierklinik der Universität musste, hatte ich Alles viel größer und pompöser im Kopf, als eine Tierklinik ohne Uni-Anschluss in Wirklichkeit sein kann. Im Grunde genommen ist es nichts Anderes als eine große Tierarztpraxis, mitvvielsseitigen technischen Möglichkeiten und fachlichen Kompetenzen in einem Haus.

Besonders toll fand ich nicht nur den baldigen Termin, sondern auch, dass ich als Neukunde – aufgrund der Tierkrankenversicherung – die mehrere Hundert €uro teure Untersuchung nicht sofort und gleich zu bezahlen brauchte, sondern eine Rechnung erhielt, welche ich dann entsprechend bei unserer Versicherung einreichen konnte und von dort aus direkt beglichen wurde.

Ein weiterer, positiver Aspekt war, dass man gleich auf meinen besonderen Wunsch einging: Da Panda zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange bei uns war und dementsprechend richtiggehend Panik vor bestimmten Menschentypen hatte, wurde darauf Rücksicht genommen, uns niemand Hellhaarigen (grau oder blond) zur Seite zu stellen.

Bei unserem allerersten Termin wurden die Jungs noch “hinter die Kulissen” mitgenommen, um sie in Narkose legen zu können, aber Panda muss sich damals wie ein Höllenmonster verhalten haben, dass etwaig notwendige Narkosen jetzt nur mehr in meiner Anwesenheit gestartet werden.

Was den Umgang mit den Tieren sowie Aufklärung des Besitzer angeht, kann man das Team der Tierklinik nicht wirklich beschreiben, man muss es einfach selbst erleben.

Ich habe mir schon lange angewöhnt, dass wenn auch nur einer der Jungs zum Tierarzt muss, ich Beide (zZt: alle Drei) einpacke, um dem Patienten seelische Unterstützung durch seine(n) Kumpel(s) zu vermitteln und den “Statisten” zu zeigen, dass der Besuch beim Tierarzt was  Tolles sein kann, wovor man überhaupt keinen Schreck zu haben braucht – das Team der Tierklinik spielt hierbei auch immer super mit.

Durch die Fachkompetenz und den modernen Geräten der Tierklinik wurde nicht nur aufgedeckt, dass wir bzgl. Ginos Herzdiagnose ein Jahr zuvor “fehlerhafte” Information erhalten hatten, sondern auch, dass der Befund meiner damaligen Haustierärztin bzgl. Pandas Magenerkrankung völlig daneben war: eine hochgradige Gastritis wurde ihrerseits als “Vitaminmangel” und “Pilzbefall” abgetan.

Im Hegau gibt es noch genau einen Tierarzt, zu dem ich Vertrauen habe, bei dem man sich aber leider trotz Termin oft den Hintern wund wartet, eben weil er so gut und gefragt ist. – Er ist zumindest mein Doc für die Kornnattern, weil die Tierklinik nicht nur kompetent sondern auch 100% ehrlich ist: in Sachen Reptilien haben sie keine nennenswerte Erfahrung.

Doch für Alles was die Felle betrifft, nehme ich gern die ca. 40km oneway zur Tierklinik in Villingen in Kauf, weil ich mich (und die “Viecher”) dort einfach sehr gut aufgehoben und beraten fühle.

Wer das erste Mal zur Tierklinik kommt und Herrn Dr. med. vet. Riegger kennen lernt, mag ihn als äußerst distanziert und unterkühlt empfinden, was aber gar nicht so ist.

Das Wesen von Herrn Dr. med. vet. Riegger betrachte ich als äußerst angenehm, weil er ohne Umschweife und dennoch taktvoll zur Sache kommt; nichts wird schöner oder schlechter geredet, als es ist.

Auch möchte man in der Tierklink nicht auf Biegen und Brechen Umsatz machen: betrachtet Herr Dr. Riegger die Technik einer operativen Maßnahme (bspw. Ginos beidseitige Ellbogenarthrose) als noch zu unausgereift oder das Einsetzen einer Prothese als raus geschmissenes Geld, weil Nutzen-Kosten-Faktor nicht stimmen, so sagt er das auch und rät klar davon ab.

In der Tierklinik wird nicht auf Teufel komm raus damit rumgedoktert, was einem einfällt und der Medizinschrank hergibt, wie bspw. bei meiner ehemaligen Haustierärztin und ihrer Möchtegern-Kardiologin, sondern akribisch untersucht, bevor eine Therapiemaßnahme zum Einsatz kommt.

So richtig positiv vom Glauben abgefallen bin ich, als mir das erste Mal (ich konnte aus beruflichen Gründen unter der Woche keinen Termin wahr nehmen und es lag auch nichts Lebensbedrohliches an) der Sonntag !! als normaler Sprechstundenvormittag vorgeschlagen wurde.

Alles in Allem bin ich Heute sehr froh darüber, die Tierklinik in Villingen gefunden zu haben und empfehle sie sehr guten Gewissens weiter.

*in diesem Sinn*
eure Sandra

P.S.: Eine weitere, empfehlenswerte Tierklinik im südwestdeutschen Raum – diesmal im Bodenseekreis – ist die Kleintierklinik am Hochberg in Ravensburg, welche wir ebenfalls 2010 kennen lernten, als es darum ging, Ginos “neue” Herzdiagnose ein weiteres Mal neutral bestätigen zu lassen, um rechtliche Schritte gegen die Erstkardiologin einleiten zu können.

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