Freitag, Oktober 30
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Tierkrankenversicherung & Tierambulanz

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Ob man eine Krankenversicherung für’s Tier für überzogen finden mag oder nicht, muss jeder für sich selbst wissen. Aus eigener sowie aus Beobachtung dritter Erfahrung, kann ich es allerdings jedem nur empfehlen, sein Tier rechtzeitig abzusichern und sich dadurch selbst jede Menge Stress, Ärger, Probleme, Sorgen und Ängste zu ersparen

Zugegeben: mehr aus Bequemlichkeit und der Denke an die zusätzlichen, monatlichen Kosten schob ich es gut zwei Jahre vor mir her, mich überhaupt in Richtung Vollversicherung zu informieren.

Für meinen ehemaligen, nur in der Wohnung gehaltenen Seniorkater hatte ich mir seinerzeit eine OP-Versicherung aufschwatzen lassen, doch nie gebraucht. Von dem her betrachtete ich auch eine Kranken- und / oder OP-Versicherung für Gino erst mal für raus geschmissenes Geld

Außerdem und überhaupt: Man passt ja schließlich auf sein Tier auf, damit ihm nichts passieren kann!Und die “paar Mal”, die man (wenn überhaupt) zum Tierarzt muss, lassen sich doch “locker” aus der eigenen Tasche zahlen! Von wegen!

Auch immer mal passierende, unkalkulierbare, kleine Verletzungen können ganz schön ins Geld gehen, sodass ich in relativ kurzer Zeit läuterte und für Gino die Vollversicherung (inkl. vergünstigte Haftpflicht) bei der Agila abschloss. Die üblichen Basics wie Impfung und Wurmkur halte ich für überschaubar und werden von mir extra getragen.

Die Erkenntnis und Erleichterung, wie schnell sich so eine Tierkrankenversicherung ausbezahlt, ließen (leider) nicht lange auf sich warten:

Im Sommer 2009 wurde Gino als herzkrank diagnostiziert, wodurch ab sofort jeden Monat ca. € 70,- für Medikamente sowie alle paar Monate über € 100,- für Nachuntersuchungen fällig wurden, von den sonstigen Vorkommnissen mal ganz abgesehen.

Als er sich ein Jahr später beim Massieren am Rücken schmerzhaft zeigte, musste ich (zum Glück) nicht mehr lange überlegen und konnte ihn “mal eben so” ins CT schieben lassen, um die Ursache(n) abzuklären.

Sei es ein einfacher, grippaler Infekt, eine Augenentzündung, eine Pyodermie, eine zweigeteilte Daumenkralle, Entfernung von Zahnstein, Gastritis-Behandlung, eine Endoskopie, Laboruntersuchungen von Kot bzw. Gewebeproben oder irgendeine OP: ohne den Gesundheitspass der Agila, würde ich wohl jedes Mal schwer schlucken und vielleicht auch dreimal überlegen, ob und welche Maßnahme wirklich sein muss, respektive finanziert werden kann.

Wie schnell man in “erweiterte”, finanzielle Schwierigkeiten gerät, durfte ich Anfang 2011 als Außenstehende miterleben: noch vor Einzug des Hundewelpens, einem Bekannten nahe gelegt, die Tierkrankenversicherung abzuschließen, erhielt ich eines Abends einen Anruf von ihm, dass sein Hund unter ein Auto geraten war und nun eine OP in Höhe von ca. € 600,- ansteht, zzgl. die Kosten für Nachbehandlung etc.. Er sei am Überlegen, wie er den Unfallgegner dafür zur Verantwortung ziehen könnte, weil man dieses Geld natürlich auch nicht hätte. Er wollte hierzu meine Meinung wissen.

Ich konnte nur noch den Kopf schütteln und versuchte erst gar nicht, auch nur annähernd Verständnis für seine Situation zu heucheln.

Mit Abschluss der Tierkrankenversicherung gilt für ambulante Sachen eine 3-monatige Wartezeit, Behandlungen durch Unfall werden sofort übernommen. – Zu diesem Zeitpunkt hätte mein Bekannter lediglich ca. € 120,- in die Tierkrankenversicherung einbezahlt.

Dem ach so hochentwickelten, “über Alles stehenden” Lebewesen Mensch geschieht es m.M.n. zeitweise mehr als recht, auf den Boden der Tatsachen zurück geholt zu werden.

Alljährlich werden Milliarden mit dem Wirtschaftsfaktor Tier umgesetzt, doch nicht etwa und hauptsächlich in dessen gesundheitliche Absicherung.

Nein: Billighunde vom Vermehrer, Rassemodelle, Mäntelchen, Schühchen, Taschen zum ständigen rumtragen, Halsbänder mit dicken Klunkern dran, megastylisches Zubehör etc. pp. muss es sein, damit es “gut aussieht” und man als Mensch “was hermachen” kann.

Sehr gerne wird sich mit allen möglichen anderen Kosten heraus geredet, warum man sein Tier “nicht auch noch” versichern kann. – Für Zigaretten, Alkohol, mehrfachen Jahresurlaub, dem Terror-Zwerg jedes Haben will! erfüllen, wagenweise Silvesterkracher usw. usf. ist komischerweise genug Schotter da

Als zusätzliche Absicherung zur Tierkrankenversicherung bei der AGILA, bin ich (“großes”) Fördermitglied unserer regionalen Tierrettung LV Südbaden e.V., wodurch wir 1x im Jahr “einen Schuss frei” haben.

Das heißt: benötigen wir aufgrund eines Unfalls oder einer plötzlichen Erkrankung die Tierrettung, ist dieser Einsatz für uns im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.

Doppelt genäht, hält besser! Und wenn damit sogar noch eine gemeinnützige Einrichtung unterstützt wird…

*in diesem Sinn*
eure Sandra

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