zu Besuch bei der Wildtierhilfe Bio-Top e.V.

Bio-Top e.V. – Jetzt mal Butter bei die Wildtiere!

Etwas über 3 Wochen sind nun vergangen, seitdem ich die Mädels von Bio-Top e.V., ihre Arbeit und einige ihrer Schützlinge in Volkertshausen kennen lernte. (Vorgeschichte siehe Hier.)

An sehr vielen Enden und Ecken hakte es damals enorm, da Yvonne und Ines, trotz ihrer nicht nur bundesweiten, sondern auch Grenzen übergreifenden Bekanntheit zwar jede Menge Arbeit in Form von Findlingen, jedoch kaum Unterstützung durch weitere Spenden, allerdings noch weniger durch aktives Engagement erhielten.

Nicht zu wissen, ob und wie man den Umzug der alten Station an den neuen Standort wuppt, auf engstem, improvisiertem Raum eine fachliche Versorgung der zahlreichen Schützlinge zu garantieren versucht, die vielen “Nebensächlichkeiten” parallel zum “Tagesgeschäft” erledigen zu müssen (welche letztendlich aber doch weitestgehend auf der Strecke blieben) und und und, kann ganz schön mürbe machen und demotivieren.

Was hilft ein hoher Bekanntheitsgrad, wenn zwischen zahlreichen Pfleglingen versorgen, Tierarztfahrten und dergleichen, kaum noch Zeit für Grundsätzliches, wie bspw. eine warme Mahlzeit am Tag zu sich nehmen oder die eigenen Hunde geregelt ausführen zu können, bleibt?

Ganz abgesehen von den vielen “Kleinigkeiten”, die erledigt werden wollen / sollten, damit ein möglichst reibungsloser Ablauf im Alltag erreicht wird – Notfälle gibt es zur Genüge, die den ohnehin straffen Zeitplan ordentlich durcheinander wirbeln können.

Etwa 1,5 Wochen nach unserem ersten Aufeinandertreffen konnte ich mir an einem Wochenende selbst ein paar Stunden frei schaufeln, fuhr die Beiden in der Waldstraße Nr. 6 besuchen und durfte ihnen ein bißchen unter die Arme greifen: einen Amsel-Nestling füttern (Bild), das Habitat eines behinderten Spechts reinigen usw.

Ja, liebe Leute, hilfsbedürftige Tiere versorgen, ist nicht einfach nur gaaanz lieb angucken, ein bißchen mit ihnen spielen oder schmusen… – Bei Wildtieren schon gleich 3x nicht, da gelten ganz andere (Verhaltens)Regeln!

Zwischenzeitlich hat sich nicht nur die Mini-Amsel von “damals” (siehe Bild) gemacht, es konnte auch so ein bißchen was bewegt werden:

Durch einen Kontakt von mir, Arnd Schulz und sein Team von Dachwerk in Eigeltingen, kommt der Umbau der neuen Volierenanlage sowie die Gestaltung des Geländes ordentlich in Wallung. – Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Ein paar Freunde und Nachbarn sind fleißig am Zeitungen sammeln sowie weitere Sachspenden (Küchenpapier, Kleenex etc.) ranschaffen. – Auch Hier: DANKE!

Und in wenigen Tagen kann tatsächlich der Umzug der Volieren von der alten Station in Tägerwilen nach Volkertshausen realisiert werden, womit man *freu* im Gnadenfristrahmen bleibt: Bis allerspätestens Mitte Mai muss Tägerwilen geräumt sein!

Nichts desto trotz: dies sind nur erste Schritte in der neuen Station, denen auf jeden Fall noch viele Kleine parallel dazu bzw. nachhaltig folgen müssen, soll die Versorgung von aufgefundenen, pflegebedürftigen Wildtieren gesichert sein.

Wer so rein gar keine Zeit für aktive Hilfe erübrigen kann, dem bleibt zumindest die Option der Geldspende, damit vor allem das oft krass zu Buch schlagende Futter (u.a. Wachsraupen) und so mancher Tierarztbesuch leichter geschultert werden kann.

Auch die ein und andere Sachspende kann bereits eine (finanzielle) Entlastung und große Hilfe sein – was benötigt wird (Verbrauchsmaterial, Futter, Baumaterial etc.) können euch die Mädels von der Station am Genausten sagen.

Hat jemand die ein oder andere Stunde tagsüber Zeit, bietet es sich an, mit Yvonne und Ines in Verbindung zu treten – zu tun, gibt es immer was!

Möchte jemand aktiv bei der Versorgung der Schützlinge helfen, empfiehlt es sich, bereits Erfahrung im Umgang mit Tieren verschiedenster Arten zu haben, um zu wissen, wie man sie wann und wo halten muss, damit sie a) nicht (weiter) verletzt werden und b) aufgrund des sicheren Griffs nicht entkommen können.

Du hast tagsüber keine Zeit, eine Familie zu versorgen oder sonstige, regelmäßige Termine? Kein Problem, auch für dich ist auf der Liste der Möglichkeiten zur Unterstützung – garantiert – etwas dabei!

Nestlinge, zum Beispiel, müssen sauber und sicher untergebracht werden, wofür die Wildtierhilfe in Hochzeiten säckeweise Küchenpapierschnipsel braucht. – Das ist u.a. eine Aufgabe, die ich mir ausgesucht habe und ob ich Abends stumpfsinnig vor der Glotze hocke, mit meinem Handy nebenbei Schiffe versenken spiele oder stattdessen für Vorrat von Küchenpapierschnipsel sorge … Das macht schon einen (moralischen) Unterschied!

Wie, du weißt ja gar nicht, wie das geht? – Kein Problem: die Lagen der einzelnen Küchentücher voneinander trennen, wieder übereinander legen und großzügig in Stücke rupfen. Sorry, Ausreden ziehen bei mir nicht, Jede(r) kann was tun, wenn man wirklich möchte!

Mich würde echt interessieren: Wenn eine Person, innerhalb von vier Abenden zu je 2 – 3 gechillten Stunden, sieben ganze Küchenrollen geschreddert bekommt, wie viel schafft dann wohl eine (kleine) Gruppe oder Familie?!…

Bzgl. des Küchenpapiers sei noch eine kleine Anmerkung und Verraten eines Geheimnisses erlaubt *grins*: Yvonne hat den “Tick”, Küchentücher in warmen Farben zu bevorzugen und wie ich mittlerweile auch von Anderen gehört habe, kann durchaus an der Wirkung von Farben etwas dran sein. Warme Farben => wohliges Gefühl => höhere Genesungschancen.

Reinweiße Küchentücher werden deshalb überwiegend für die Putzarbeiten verwendet, während “warmfarbige” Tücher in Schnipselform bei den Nestlingen oder als ganze Unterlage bei größeren Pflegis landen.

Mir persönlich ist es wurscht, was ich schredder. Erhalte ich weiße Küchentücher als Sachspende für die Wildtierhilfe, tausche ich diese bei Yvonne und Ines in Farbige und los geht’s, mit dem Geschnipsel.

Des Weiteren, hierauf sind wir allerdings noch nicht näher eingegangen, werden händeringend Müsli-Kugel-Macher gesucht. Also, die Kugeln selbst kenn ich mittlerweile, aber wie das ganz genau geht, was man dafür braucht etc.: Einfach mal Yvonne und Ines fragen!

Zuletzt fand ich während eines Gassis mit meinem Fell, ein vom Baum gefallenes, leeres, sauberes, sehr gut erhaltenes Nest. Auch solche Gegenstände können in der Wildtierhilfe, in den Volieren, eingesetzt werden.

Bei allem Engagement bitte daran denken: Nur solche Originalnester mitnehmen, die euch von selbst vor die Füße kommen. Auf gar keinen Fall sie extra, eigenmächtig vom Baum schlagen oder aus den Hecken holen!!

Und apropos Einsatz in den Volieren: Wenn es in Kürze soweit ist, die Anlage in Volkertshausen wieder aufgebaut wird, besteht natürlich auch Bedarf an Ästen und Stämmen, die bei etwaig eigenen Gartenarbeiten als “Müll” anfallen.

*in diesem Sinn*
eure Sandra

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