Freitag, Oktober 30
Shadow

Raucherentwöhnung – Jedem seine ganz persönliche Motivation, dann klappt das auch!

Mein letzter Versuch, nach etwa 20 Jahren endlich Nichtraucher zu werden, ist noch gar nicht so lange her (Ende Februar 2013) – genauso wie eine weitere Schlappe im Kampf gegen Sucht und inneren Schweinehund… Zwei gegen Einen ist so oder so unfair und fies!

Nachdem weder Ausstiege auf Termin (zum Geburtstag, zu Weihnachten, zum Jahreswechsel etc.), das allseits herrschende Gesundheits-BlaBla, eine unterstützende Maßnahme durch Hypnose sowie zuletzt ein geplanter Ausstieg mit Vorbereitungsmaterial der rauchfrei-Initiative des BZgA’s bei mir nicht fruchteten, glaubte ich, es nie mehr zu schaffen.

Egal was ich machte und weshalb ich mit dem Rauchen aufhören „wollte“: in Wirklichkeit entsprach Alles nicht meinem Weg, da konnte ich noch so Willens, voller Überzeugung und frohen Mutes sein! Das war einfach Alles nicht Ich !

Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Blogeintrags, gilt nicht nur meinen bislang persönlicher Rekord von etwa einer Woche als eingestellt, sondern auch der 11. Tag ohne Rauch am (neuen) Stück hat ein Häkchen hinter sich! – Am 11.12.13 um 17h45 drückte ich meine letzte Zigarette, die ich von Allen (seit dem 5. Juli 1993) am Bewusstesten geraucht haben dürfte, aus!

Aus purem Trotz gegenüber dem deutschen Staat und seiner Steuergier!

Wie leid ich es bin, ein System zu pudern, das uns am laufenden Band verarscht, abwatscht und fröhlich steigernd knechtet, kann ich kaum in Worte fassen, ohne ultra-fanatisch zu klingen. Doch jeder, der diverse Einträge in meinem Blog kennt, ggf. auch mich persönlich, kann es sich in Etwa selbst denken.

Im Vergleich zu den zahlreichen Versuchen der Vergangenheit, verlief dieser Rauchausstieg erstaunlich ruhig und leicht.

Mein Hals gegen diesen Staat war in den letzten zehn Monaten konstant gewachsen, wodurch es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit blieb, wann ich eine der wenigen Möglichkeiten für mich entdeckte, mit der man der BananenRepublik Deutschland auf ganz legale Art und Weise, als „kleiner dummer Bürger“ an die Steuerkarre fahren kann… Durch Entzug der Mehrwert- und Tabaksteuer auf ein Produkt!

Zitat, Wikipedia: … Damit ist die Tabaksteuer nach der Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) die ertragreichste besondere Verbrauchsteuer. … Wenn man sich seit Januar 2013 eine Schachtel Zigaretten (19 Stück) für 5,00 Euro kauft, so werden insgesamt 3,68 Euro als Steuern abgeführt (2,88 Euro Tabaksteuer + 0,80 Euro Mehrwertsteuer). Dies entspricht einem Anteil von rund 74 % des Kaufpreises. Da Teile der Steuern pro Zigarette berechnet werden, ist dieser Steueranteil pro Schachtel variabel und erreicht bei Discounter-Zigaretten bis zu 90 %.
Die Tabaksteuer beträgt 2013 für Zigaretten 9,44 Cent je Stück und 21,80 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 18,881 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises der zu versteuernden Zigarette.

Mir schwirrt der Kopf vor lauter Steuern und Rechenformeln, allein auf so einen „kleinen Scheißer“ wie eine Zigarette!

Dass ich mit meiner Denke des Steuerboykotts gar nicht so falsch liege, fand ich etwa eine Woche nach Rauchstopp durch die Zusammenfassung zum Steuerboykott des Instituts für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik bestätigt:

Eine von 10 Methoden, passiven Widerstand gegen System und Steuerlast zu leisten, da aktiver Widerstand aufgrund des „Machtgefüges“ für eigentlich Willige viel zu gefährlich und Existenz bedrohend ist, Zitat:

7.) Boykott der staatlich vorgeschriebenen Drogen

Jeder Bürger hat die staatlich garantierte Freiheit, so viele Drogen zu nehmen, wie es seine eigene Sucht bestimmt. Der Staat fördert sogar die Herstellung sowie Werbung und Vertrieb, allerdings nur solange es sich um die legalen Drogen Alkohol, Nikotin und Koffein handelt. Nur diese sind gesund für die Konzerne und die Steuereinahmen. Durch den staatlich kontrollierten Drogenhandel wird erzwungen, dass nur besteuerbare Monopoldrogen konsumiert werden und keine Konkurrenz durch weniger schädliche, billigere oder gar steuerfreie Alternativen wie zum Beispiel Hanf aufkommt. Wer zu schwach ist, um drogenfrei zu leben, hat nur die Wahl zwischen staatlich vorgeschriebenen oder illegalen Drogen. Wer jedoch stark und selbstbewusst ist, wer dem Konformitätsdruck widersteht und die Welt unvernebelt sehen will, der verzichtet natürlich komplett auf alle Drogen, erhält seine Gesundheit und erkennt mit klarem Kopf die Dinge, die anderen verborgen bleiben (sollen).

Wer den Wikipedia-Artikel aufmerksam gelesen hat, ist sicher nicht entgangen, dass bereits weitere Erhöhungen der Tabaksteuer beschlossen sind! – Siehe: Steuererhöhungen bis 2018!

Selbstverständlich hatte ich auch diesmal Schiss vor den drohenden Entzugserscheinungen, welche in der Regel ja wirklich nicht Ohne sind und von Niemandem auf die leichte Schulter genommen werden sollten. „Eigener, fester Wille“ hin oder her!

Statt mich wieder mit „ganz viel gesunden Nahrungsmitteln und Trinken“ für die nächsten Tage einzudecken, schwenkte ich wenige Minuten nach meinem Rauchstopp-Entschluss statt zum nächsten Discounter – „Hilfe, nur noch vier Zigaretten!…“ – zur Apotheke, ließ mich bezüglich der Helferleins beim Nikotinentzug beraten und entschied mich schließlich für eine Großpackung Kaugummis (105 St.) für knapp über € 30,- oder anders ausgedrückt: für das Geld von etwa 6 Big- bzw. Maxi-Packs.

Auf dem endgültigen Heimweg zündete ich mir meine viertletzte Zigarette an, doch mehr aus Gewohnheit. Nach dem Gassi telefonierte ich mit einer Freundin, die den Ausstieg Anfang Oktober schaffte, um mir etwaig weitere Tipps aus nächster Nähe zu holen, an die man im ersten Moment vielleicht nicht wirklich dachte und die einem auch das Internet nicht zwingend präsentiert.

Schlussendlich handhabte ich es genau wie sie: die letzten drei Zigaretten wurden noch aufgeraucht, vor allem die Letzte so bewusst wie möglich und dann – um 17h45 – war schließlich Sense!

Kurz nach Mitternacht (12.12.) „brauchte“ ich einen ersten Nikotin-Kaugummi und über den Tag des 12. verteilt, kamen fünf Weitere dazu: 6 Kaugummis gegen sonst 10 – 20 Zigaretten … Wer sich nicht blind auf Helferlein verlassen und stützen möchte, um womöglich davon abhängig zu werden, braucht auch im „Teamwork“ mit ihnen einiges an Willenskraft!

Der „Bedarf“ von Nikotin-Kaugummis nahm jeden Tag um ein Stück ab, was wohl nicht nur an meinem Trotz und dem dieses Mal absoluten Willen es zu schaffen gelegen haben mag, sondern auch an meiner Handhabung der Gums: am 1. und 2. Tag nahm ich so ein Teil, wann immer ich das Gefühl hatte: „gleich geht es gar nicht mehr anders und ich fahr wieder los, Zigaretten kaufen…!“

Nikotin-Kaugummis sind auf der einen Seite ziemlich „lustig“, auf der Anderen allerdings extrem nervig: Zuerst hat man nur den Freshmint-Geschmack im Mund, wie bei einem normalen Kaugummi auch. Laut Packungsbeilage wird man vorgewarnt, dass der Minz-Geschmack in Pfeffer umschlägt, sobald das beigefügte Nikotin durch Kauen freigesetzt wird… Leute, die ersten Nikotin-Kaugummis haben’s wirklich in sich und können gut und gerne mit den Fisherman’s Friends gleich gesetzt werden!

Für Rauchstopper, die regelmäßig gerne scharf essen, empfehlen sich Nikotin-Kaugummis als Helferlein allerdings wohl weniger. Das war die eigentlich lustige Seite, kommen wir zur (für mich) Nervigen:

Damit das frei gekaute Nikotin über die Mundschleimhaut vom Körper (und somit für die Psyche) aufgenommen werden kann, darf man während des ca. halbstündigen Kauen (mit Pausen) sowie etwa eine halbe Stunde danach – also ca. 1 Stunde im Gesamten!! – nichts Trinken und / oder Essen!!

Ok, auf Essen kann ich eine Stunde und länger verzichten, aber ich bin doch kein Kamel!! Wenn ich Durst habe, habe ich Durst und wer Pfeffer ausgesetzt ist, erst recht!!

Mich als „trockener Raucher“ in Gesellschaft von Rauchern aufhalten zu können, hätte ich mir vor einigen Wochen nicht mal im Ansatz träumen lassen, geschweige denn selbst zugetraut, ohne binnen weniger Sekunden aus dem Stand heraus rückfällig zu werden. Doch selbst das läuft – immer in Vergleich zu den Versuchen der letzten 20 Jahren gesetzt! – richtig, richtig gut!

Natürlich gibt es immer mal Situationen, in denen ich mir noch denke: Und jetzt, ‘ne Zigarette! (mit dem Zusatz: weil ich es so gewohnt bin…), aber auch diese Anfälle gehen ziemlich schnell vorbei, man darf sich nur selbst nicht darauf einschießen und lange darüber nachdenken.

Am Gespanntesten bin ich, wenn irgendwann mal wieder die ein und andere Situation auf mich zukommt, die mir wirklich den Boden unter den Füßen weg zieht – werde ich dann stark genug sein, nicht in alte, „bewährte“ Verhaltensmuster zu fallen. Aus den letzten 245 Monaten und 6 Tagen müsste ich doch eigentlich kapiert haben, dass niemand mehr lebendig wird, der sich das Leben genommen hat, obwohl ich eine Zigarette nach der anderen in Luft aufgehen ließ?!!

Genauso müsste es sich dann doch eigentlich mit allem anderen sonst verhalten: Rauchen ändert oder verbessert nichts und macht auch nichts rückgängig! – Mal sehen, ob ich mir diese Worte schnellstmöglich ins Gedächtnis holen kann, wenn ich sie denn mal brauche…

Am Einfachsten machen es mir aktuell jene Zigaretten-Junkies, die einerseits (ebenfalls) über diesen Staat maulen, ihm aber im nächsten Moment mit jedem Glimmstengel weitere Steuern in den Rachen stecken! – Ja, so sind „sie“ halt! …

Im Großen und Ganzen stoße ich in meinem direkten Umfeld auf Akzeptanz, Verständnis und manchmal auch sowas wie Bewunderung, dass ich es nun wirklich „wagte“ (und bislang gut schaffe) der Sucht / Gewohnheit die Stirn zu bieten.

Bei wem Gesundheits- und / oder Moral-Apostelei ebenso auf Granit prallen, sollte sich vielleicht mal meine Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören, näher betrachten … vielleicht ist es auch dein Weg?!

Schluss mit der Bevormundung, Diktatur und Knechterei durch Nikotin und Staat! Schluss mit Staats-Pudern durch Kauf eines mehrfach besteuerten Produkts!

Gleiches gilt eigentlich auch beim Sprit, doch auf das Auto kann man oftmals wirklich nicht verzichten – allerdings kann dessen Gebrauch gezielter gemacht werden: Nutzt man sein Auto soweit wie möglich nur noch für wirklich unvermeidbare Anlässe und setzt die eigene Fahrweise auf eher defensiv, spart man einiges an Sprit und muss somit seltener an die Tankstelle – im besten Fall hat man die Möglichkeit, konsequent im nahe gelegenen, spritgünstigen Ausland zu tanken.

Ok, und wenn man daran denkt, was die EU in absehbarer Zeit bzgl. der bebilderten Abschreckung auf Zigarettenschachteln vorhat, könnte einem spätestens dann das Rauchen vergehen!

Bildquelle: Internet

Ein interessantes Video zum Thema findet ihr hier: 4800 Substanzen im Tabakrauch, Die Wahrheit über das Rauchen

*in diesem Sinn*
eure Sandra

Nachtrag, 28.01.14: Morgen sind sieben rauchfreie Wochen überstanden, wobei überstanden sich theatralischer anhört, als ich mich selbst fühle.

Seit ca. 2 Wochen, also nach gut über vier Wochen ohne, kommen immer wieder mal Gedanken à la: Ob’s noch schmeckt? … oder: Boah, jetzt war ich schon sooo erfolgreich, Eine / ein einziger Zug geht doch locker?! Bloß nicht nachgeben!!

In solchen Momenten (1 – 3 pro Woche) greife ich zu meinen Nikotin-Kaugummis, wovon ich „sicherheitshalber“ immer einen Blister einstecken habe – so lange hielten € 30,- in Assoziation mit Zigaretten / Nikotin noch nie! …

Mein ganz persönliches Zigarettengeld-Einspar-Highlight war der Kauf von Hundefutter für ein halbes Jahr im Voraus – das gab es bisher auch noch nie!

Wie oft musste ich bspw. irgendwann anfangen zu rechnen, wie lange mir das Futter fürs Fell noch reicht und mich schließlich auf die Suche nach dem möglichst günstigsten Angebot des Spezialfutters (aus Frankreich) zu machen, damit es nicht mit den „notwendigen Ausgaben“ für Zigaretten kollidiert?! … Ja, trotz Fleiß, regelmäßiger Arbeit, nicht zum Amt spazieren und Hände aufhalten können (wollen): man hat in Deutschland Nichts mehr zu lachen, verfügt man nicht über das Schmarotzer- und Parasiten-Gen! Sogar etwaige Ausgaben für Alkohol und Tabak werden im Rahmen des Hartz4-Betrages berücksichtigt.

Auch wenn der psychische Entzug vielleicht noch eine Weile dauert, ich dem ein und anderen Schub immer wieder mal gegenhalten muss, so sehe ich doch schon erste Erfolge beim sich wirklich etwas Sinnvolles leisten können. – Die Steuerlast auf Hundefutter für ca. sechs Monate ist nur ein Bruchteil dessen, was ich sonst in sieben Wochen an Steuern auf Zigaretten gezahlt habe!

Weiter so!!!

Nachtrag, 28.02.14: Der Trotz hält weiter an, nach der fetten Diätenerhöhung für unsere Polit-Kriminellen umso mehr!

Wem das allerdings immer noch Alles nicht genug Gründe sind, der lässt sich -vielleicht- durch solche Bilder vom Glimmstengel weg bekommen: Tierversuche für die Zigarettenindustrie.

Als wenn der tierische Organismus 1:1 wie der Menschliche reagiert! Wer’s glaubt.

Nicht nur die Politik, oft auch die Forschung – von der Politik übrigens mit unseren Steuergeldern subventioniert!! – verkauft die Bürger Deutschland ebenfalls erfolgreich nicht nur für blöd, sondern für total bescheuert.

Nachtrag, 25.12.17: Ungebrochen und mehr denn je, hält mein Trotz an, diesem A-sozial „Staat“ Deutschland jedmöglichen Steuercent vorzuenthalten. Wenn sich noch mehr (Noch)Raucher vor Augen und im Kopf halten würden, dass auch die (vermeidbare) Tabaksteuer in den allgemeinen Steuertopf fließt, aus dem all die Annehmlichkeiten für die Möchtegern-Flüchtlinge geschöpft werden, könnte sich unter anderem das Germoney-Phänomen bald erledigt haben. …

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