Freitag, Juli 30
Shadow

(Brust)Krebs-Randnotizen – 2 –

Zu Beginn des Kampfes Zeller-Balboa vs. Merkel 2.0, machte mich eine Bekannte darauf aufmerksam, dass bei später auftretenden Krankheiten, mit Bezug auf Eine voran gegangene, die sechs Wochen Lohnfortzahlung mitunter entfallen können und man sofort ins Krankengeld gespült wird – damit auch wieder in der Bedürftigkeit, weil wieder im gleichen Topf wie Arbeitslose & Sozialleistungsparasiten landend. Dass ich hierauf so rein gar keine Meinung hatte, muss ich, glaube ich, nicht näher ausführen?!

Meine Bekannte empfahl mir, dies abzuklären, bevor ich mich ggf. krankschreiben ließe. … Ich bevorzugte allerdings die Variante, eventuell schlafende Hunde nicht zu wecken, denn mein Glück bei all dem Sch*** war, dass wir aufgrund der Covid19-Pandemie in Kurzarbeit gehen mussten und ich die wichtigsten Termine (Chemo sowie alle planbaren Untersuchungen) auf meine regulär freien Tage setzen konnte.

Krebs berührte meine Brust, also trat ich ihm in den Arsch!
Juni 2021: äußerlich weiterhin ganz gut in Schuss, mental weitestgehend stabil.

Laut meinem Chemo-Doc (und wie man sehen kann), ist die diesmalige Therapie weitaus verträglicher als die in 2017 und solange wie ich mich (den Umständen entsprechend) gut fühle, es mir zutraue, meiner Arbeit nachzukommen, bestünde keine Notwendigkeit mich aus dem Verkehr zu ziehen. – Sehr gut!

Interessehalber fragte ich heute dann doch mal bei meiner KV nach und darf hiermit eine neue Wissenlücke zum Thema schließen: Liegen zwischen der „alten“ bzw. „ersten“ Erkrankung mindestens sechs Monate, wird die „neue“ Erkrankung als eigene Geschichte behandelt, wodurch einem die üblichen sechs Wochen Lohnfortzahlung zustehen.

Desweiteren: Krankschreiben lassen müssen, muss man sich nicht! Es gibt hierzu keinen generellen Zwang von irgendeiner Seite. Man sollte sich selbst sowie seinem Arbeitgeber gegenüber jedoch so ehrlich sein, sich genau einschätzen zu können, dass, ob und was man im Rahmen seiner Anstellung geschafft bekommt und was nicht (mehr)! – asshole 2017 kostete mich nicht umsonst meine Anstellung in einer Kfz-Werkstatt …

Ok, von dem her hätte ich, sollte sich die Therapie in der Stärke doch verändern, im Falle einer Krankschreibung und sofern das wiederkehrende Arbeitspensum die Grenzen meiner dann aktuellen Kapazität zu sprengen droht, erst mal gute Karten.

Detailierte Informationen findet Ihr über bekannte Suchmaschinen mit: Entgeltfortzahlung bei Krankheit oder: Lohnfortzahlung bei Krankheit.

*in diesem Sinn*

Ein weiterer, wie ich finde, höchst interessanter Input ist die Tatsache, dass man als Versicherter in seinem Krankenversicherungs-Account Kostenübersichten abrufen kann. Diesen Service hat meine KV vor einiger Zeit eingeführt, um nun auch gesetzlich Versicherten die Möglichkeit zu geben, sich über die Leistungen im Einzelnen selbst ein Bild zu machen.

Da es immer wieder Oberschlaue gibt, die nicht müde werden, gegen die böse, böse Pharmaindustrie zu wettern, fragte ich mich oft, was wohl bspw. so eine Krebstherapie wie meine 2017 kostet? – Antwort: knapp € 37.000,00! – Ups, mit etwas über „lächerliche“ € 6.100,00 ist die schreckliche Pharmaindustrie bei mir wohl eher „leer“ ausgegangen. …

Arzt-, Krankenhausbesuche sowie Medikamente bedürfen – eigentlich – keiner näheren Ausführung. (Zum Simultanübersetzungskurs durch Klatschen & Tanzen war ich leider verhindert.)
Weitere Leistungen fassen u.a. die Fahrten zu Chemo bzw. Bestrahlung
mit dem Taxi oder nach Abrechnung, wenn man Privat fährt / gefahren wird, Hilfsmittel wie Rollstühle, Duschhocker, Kosten für Physiotherapien usw. zusammen.
Geldleistungen bedeuten bspw. Entgeltersatzleistungen, Krankengeld, Erstattungen für Präventionskurse u.ä.

Schaut doch auch mal in Euer GKV-Konto, was Eure gesetzliche Krankenversicherung so Alles für Euch leistet?!

*in diesem Sinn*

 

– Weitere Randnotizen folgen garantiert. Einfach immer mal vorbei schauen. ;o) –

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