Samstag, August 13
Shadow

Schlagwort: Brustkrebs

Sind alle guten Dinge wirklich Drei?

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Wer meine Einträge zum Thema Brustkrebs verfolgt, wird im Letzten vom Februar festgestellt haben, dass dieser der wohl schwärzeste, deprimierteste und genervteste von Allen war. - Und das ist gut so! Auch solche Zeiten muss es geben, um sich immer wieder mal zu resetten. Auf gar keinen Fall, darf man sich jedoch zu lange in so einem Loch aufhalten (lassen)! Über fünf Monate später sieht es zum Glück schon wieder besser aus, was allerdings nicht nur an meinen nahezu überirdischen Nehmerqualitäten, meiner (fast) unerschütterlichen Lebensfreude, meines Selbstbewusstseins sowie "Trotzes gegen vermeintliche Obrigkeiten" und last-but-not-least Krisenerprobtheit von Kindheit an liegt, sondern vorallem meinem unfassbar tollen privaten Umfeld sowie meiner unschlagbaren Ärzteschaft! Neben mi...

Einmal Krebs, immer Krebs?

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Wir alle haben Krebs, nicht jeder selbst als Krankheit, aber irgendwo in unserem Umfeld, im Freundeskreis oder in der Familie. (Sat1 - Kampagne & Mutmach-Woche, Februar '22) Wie sich Frauen und Männer fühlen müssen, die bei ihrer Erstdiagnose Krebs in unbändige Angst, Panik, Verzweiflung, Hilflosigkeit und / oder sofortige Resignation verfallen, weiß seit Mitte Februar nun auch ich. Den Glauben genommen zu bekommen, man habe es ein zweites Mal geschafft und dann doch wieder vor eine Wand zu laufen ... Wie Horror pur dies ist, lässt sich, glaub' ich, sehr gut an den Bildern erkennen, die ich aus eigenen Fotografien (in ursprünglich entspanntem Kontext) mit Text gestaltete. In Phasen wie diesen kann man sich den glücklichsten Menschen nennen, wenn auf das Umfeld blind Verlass ist ...

… ich hatte mich dann mal ausgeklinkt!

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Einmal mental wie körperlich ausgezehrt, ist es wirklich schwer, wieder annehmbar auf die Beine zu kommen. Doch ich wäre nicht ich, hätte ich nicht auch das geschafft: Nachdem die Schmerzen der Bestrahlungsbrandwunden durch Einnahme von drei Tilidin innerhalb 24 Stunden auch für den Folgetag einigermaßen gebannt waren, suchte ich gleich am Montag meine Hausarztpraxis auf und erklärte den Mädels: Macht, was ihr wollt, wickelt mich von mir aus komplett ein, aber BITTE BITTE BITTE macht, dass diese Schmerzen aufhören! - Tja, und was soll ich sagen: Das taten sie dann tatsächlich! Meine Haus-Doc musste aufgrund der Wundstellen anfangs zwar etwas experimentieren, welche Materialien und wie diese befestigen? So schwierig sich die Wundversorgung im ersten Moment darstellte, so effektiv ...

Am Ende wird alles gut. …

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
... Ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende. So in Etwa, könnte man den (Zu)Stand meiner körperlichen wie mentalen Verfassung umreißen. Wobei, fast sechs Wochen nach Bestrahlungsende fand ich weitestgehend zu meinem nahezu unschlagbaren optimistisch-(schwarz)humorigen Pragmatismus zurück. In München aufgewachsen, gehörte es bis zu einem gewissen Zeitpunkt zu einer Art "Kulturgut", diverse Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest alljährlich "traditionell" über sich ergehen zu lassen. Aber Leute, ich kann Euch sagen: gegen den Thrill, dem man sich während einer (wiedergekehrten) Krebserkrankung stellen muss, sind alle Tempobuden auf der Wies'n zusammen ein Witz! Bereits im Beitrag vom 03.09.17 auf die Wichtig- und Notwendigkeit der psycho-onkologischen Betreuung hingewiese...

(Brust)Krebs-Randnotizen – 2 –

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Zu Beginn des Kampfes Zeller-Balboa vs. Merkel 2.0, machte mich eine Bekannte darauf aufmerksam, dass bei später auftretenden Krankheiten, mit Bezug auf Eine voran gegangene, die sechs Wochen Lohnfortzahlung mitunter entfallen können und man sofort ins Krankengeld gespült wird - damit auch wieder in der Bedürftigkeit, weil wieder im gleichen Topf wie Arbeitslose & Sozialleistungsparasiten landend. Dass ich hierauf so rein gar keine Meinung hatte, muss ich, glaube ich, nicht näher ausführen?! Meine Bekannte empfahl mir, dies abzuklären, bevor ich mich ggf. krankschreiben ließe. ... Ich bevorzugte allerdings die Variante, eventuell schlafende Hunde nicht zu wecken, denn mein Glück bei all dem Sch*** war, dass wir aufgrund der Covid19-Pandemie in Kurzarbeit gehen mussten und ich die wi...

… und Draußen scheint die Sonne.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ein sonniger Mittwoch Nachmittag am westlichen Ufer des Bodensee. Mit dem Rücken an eine große Weide gelehnt, schaue ich mich aus dem Halbschatten der noch halbnackten Zweige um: links von mir, in gut 20 Meter Entfernung, brütet ein Schwan im noch lichten Schilf und ich denke mir: Hoffentlich kriegt er alle Küken durch! Dann schwenkt mein Blick aufs Wasser: direkt vor mir schwimmen und tauchen vereinzelt Blässhühner, meine Lieblingswasservögel der Kindheit. Weiter weg, etwa mittig vom See schwimmt eine Gruppe Blässhühner oder Gänse; aufgrund der Entfernung sind die Tiere nicht bestimmbar. Dennoch hört sich dieser Chor wie eine quengelnde, sich vielleicht auch in einer Notlage befindlichen Katze an. Es kann eigentlich nicht sein, trotzdem schaue ich mich genauer um, ob nicht vielleicht d...

Fast wie ein Sonntagsspaziergang bei bestem Wetter

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich sitze am PC, habe gerade diesen Eintrag eröffnet, drei DinA 5-Seiten in Zeller-Steno hierfür vor mir liegend und doch fehlt mir im Augenblick irgendwie der Einstieg... Seit über zwei Monaten stelle ich mich aufs Neue dem Krebs entgegen und wer es nicht weiß, würde niemals darauf kommen, dass und welcher Kampf (wieder) in mir tobt. Um Euch die unvorstellbaren Weiten und Welten von Krebstherapien zu veranschaulichen und diesen, den immer noch vorherrschenden Schrecken weiter zu entziehen, hier zwei Fotos, die mich jeweils ca. 2 Monate nach Therapiebeginn zeigen. Unschwer zu erkennen, ist mein (äußerlicher) Allgemeinzustand dieses Mal ziemlich gut und so fühle ich mich im Großen und Ganzen auch. Die Nebenwirkungen halten sich bislang ebenfalls im erträglichen Rahme...