Sonntag, September 26
Shadow

Schlagwort: Brustkrebs

Am Ende wird alles gut. … [Teil 1]

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
... Ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende. So in Etwa, könnte man den (Zu)Stand meiner körperlichen wie mentalen Verfassung umreißen. Wobei, fast sechs Wochen nach Bestrahlungsende fand ich weitestgehend zu meinem nahezu unschlagbaren optimistisch-(schwarz)humorigen Pragmatismus zurück. In München aufgewachsen, gehörte es bis zu einem gewissen Zeitpunkt zu einer Art "Kulturgut", diverse Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest alljährlich "traditionell" über sich ergehen zu lassen. Aber Leute, ich kann Euch sagen: gegen den Thrill, dem man sich während einer (wiedergekehrten) Krebserkrankung stellen muss, sind alle Tempobuden auf der Wies'n zusammen ein Witz! Bereits im Beitrag vom 03.09.17 auf die Wichtig- und Notwendigkeit der psycho-onkologischen Betreuung hingewiese...

(Brust)Krebs-Randnotizen – 2 –

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Zu Beginn des Kampfes Zeller-Balboa vs. Merkel 2.0, machte mich eine Bekannte darauf aufmerksam, dass bei später auftretenden Krankheiten, mit Bezug auf Eine voran gegangene, die sechs Wochen Lohnfortzahlung mitunter entfallen können und man sofort ins Krankengeld gespült wird - damit auch wieder in der Bedürftigkeit, weil wieder im gleichen Topf wie Arbeitslose & Sozialleistungsparasiten landend. Dass ich hierauf so rein gar keine Meinung hatte, muss ich, glaube ich, nicht näher ausführen?! Meine Bekannte empfahl mir, dies abzuklären, bevor ich mich ggf. krankschreiben ließe. ... Ich bevorzugte allerdings die Variante, eventuell schlafende Hunde nicht zu wecken, denn mein Glück bei all dem Sch*** war, dass wir aufgrund der Covid19-Pandemie in Kurzarbeit gehen mussten und ich die wi...

… und Draußen scheint die Sonne.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ein sonniger Mittwoch Nachmittag am westlichen Ufer des Bodensee. Mit dem Rücken an eine große Weide gelehnt, schaue ich mich aus dem Halbschatten der noch halbnackten Zweige um: links von mir, in gut 20 Meter Entfernung, brütet ein Schwan im noch lichten Schilf und ich denke mir: Hoffentlich kriegt er alle Küken durch! Dann schwenkt mein Blick aufs Wasser: direkt vor mir schwimmen und tauchen vereinzelt Blässhühner, meine Lieblingswasservögel der Kindheit. Weiter weg, etwa mittig vom See schwimmt eine Gruppe Blässhühner oder Gänse; aufgrund der Entfernung sind die Tiere nicht bestimmbar. Dennoch hört sich dieser Chor wie eine quengelnde, sich vielleicht auch in einer Notlage befindlichen Katze an. Es kann eigentlich nicht sein, trotzdem schaue ich mich genauer um, ob nicht vielleicht d...

Fast wie ein Sonntagsspaziergang bei bestem Wetter

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich sitze am PC, habe gerade diesen Eintrag eröffnet, drei DinA 5-Seiten in Zeller-Steno hierfür vor mir liegend und doch fehlt mir im Augenblick irgendwie der Einstieg... Seit über zwei Monaten stelle ich mich aufs Neue dem Krebs entgegen und wer es nicht weiß, würde niemals darauf kommen, dass und welcher Kampf (wieder) in mir tobt. Um Euch die unvorstellbaren Weiten und Welten von Krebstherapien zu veranschaulichen und diesen, den immer noch vorherrschenden Schrecken weiter zu entziehen, hier zwei Fotos, die mich jeweils ca. 2 Monate nach Therapiebeginn zeigen. Unschwer zu erkennen, ist mein (äußerlicher) Allgemeinzustand dieses Mal ziemlich gut und so fühle ich mich im Großen und Ganzen auch. Die Nebenwirkungen halten sich bislang ebenfalls im erträglichen Rahme...

Breast Cancer Warrior – Reloaded

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich bin ganz geflasht und riesig dankbar, nun den richtigen Einstieg in diesen Beitrag gefunden zu haben: Vielen Dank an den Sender vox und das ganze Team von Stars gegen Krebs - Ladies Night! (heutige Wiederholung) 43 Tage sind seit meinem mentalem Extremeinbruch vergangen. Eine vergleichbare Achterbahn-10er-Looping-Fahrt habe ich seitdem (wem-auch-immer-sei-Dank) nicht mehr durchstehen müssen. Mittlerweile habe ich nicht nur die Zyklen der neuen Krebstherapie verinnerlicht, Tabletten und Infusionen laufen nun auch synchron, sodass mir zwischen den Zyklen eine Woche ohne Alles zur Verfügung steht, in der ich Luft und immer wieder Anlauf holen kann. Die Einschlafprobleme konnten durch die zusätzliche Einnahme von Neurexan einigermaßen in den Griff gebracht werden, das Gelbe vom Ei ...

Mein Brustkrebs – Deckel druff.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Mit einschließlich Heute liegen 1 Jahr, 3 Monate, 6 Tage oder: 66 Wochen und 1 Tag oder: 463 Tage oder: 11.112 Stunden oder: 666.720 Minuten oder: 40.003.200 Sekunden eines Lebensabschnitts hinter mir, den ich nur meinem schlimmsten Feind und / oder rücksichtslosen Mit-Erdlingen gönnen würde. Nach meiner Krebstherapiestrecke (inklusive Zahnwurzel-OP, Darmspiegelung, Karpaltunnel-OP - wenn schon, denn schon) war ich doch recht froh, mich Ende Februar für drei Wochen in Reha verabschieden und dabei von meinem Haustier begeleitet werden zu können. Wenn man zurück blickt, dass man seitens des Sozialdienstes im Krankenhaus, noch bevor die eigentliche Krebstherapie überhaupt startet, mit Info belagert wird, die erst in der Zielgeraden zum Tragen kommt, dürfte es nicht sonderlich verwundern...

B ananen R epublik D eutschland – Krankheit zählt nicht(s)

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich befinde mich zZt in der Anschlussheilbehandlung, gleich gibt's leckeres Abendessen ... deshalb zeige ich Euch erst mal den neuesten Schenkelklopfer des A-sozial "Staats" Deutschlands. Lasst es auf Euch wirken .... Es spricht nahezu für sich selbst. Nichts desto trotz werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Durch Klick auf die jeweilige Grafik, erscheint diese in einem neuem Fenster und wird mit einem weiteren Klick vergrößert. 1) 2) 3) Nachtrag, 27.03.2018: ... werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Es tut mir -nicht- leid, Leute, ich habe mich wirklich bemüht, doch dieser A-sozial motivierte Hirnfick made by deutscher Altparteienpolitik spricht in der Tat sowas von für sich, da muss man (ich) echt keine wertvolle Lebenszei...

(Brust)Krebs-Randnotizen

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
So lax es auch klingt: Krebs ist der neue Schnupfen. Von der leicht laufenden Nase bis hin zur lebensbedrohlichen Influenza bietet auch Krebs jede Menge Varianten, sodass kein Krebspatient mit einem anderen 1:1 verglichen, geschweige denn gleich gestellt werden kann. Und: Wir werden immer mehr. Die Therapien gegen das jeweilige Arschloch mögen sich oberflächlich betrachtet ähneln oder gleichen und doch ist kein Krebs(patient) wie der Andere zu bewerten. Die Einzigen, zu denen sich das scheinbar niemals herum sprechen wird, sind die, die zwar viele Krebsbetroffene, deren Therapien und deren Verläufe über wie viele Ecken auch immer „kennen“, im Grunde genommen aufgrund fehlender Eigenerfahrung aber eigentlich Null Plan haben. Das sind mir persönlich die „Allerliebsten“… Das sind d...

Bestrahlung

(Mein) Brustkrebs
Von allen Schnitzeljagdstationen ist die Bestrahlung nicht nur der Sonntagsspaziergang unter den Therapiemaßnahmen gegen Krebs, sondern aufgrund der Geräte, mit denen man es zu tun bekommt, die wohl auch Interessanteste sowie Beeindruckenste. Anfang November fand das Erstgespräch mit der Strahlenärztin und Bestimmung des Bestrahlungsbereichs durch Vermessen per Computertomographie statt. Orientierend an einem Patientenaufklärungsbogen erhält man Punkt für Punkt alle wichtigen Aspekte für die kommenden Wochen erklärt: Grundsätzliches zur Strahlentherapie, generelle Vorbereitungsmaßnahmen, eigentliche Durchführung, gewollte Wirkungen, die Zeit nach der Strahlentherapie, empfohlenes Patientenverhalten sowie mögliche Nebenwirkungen, wobei diese wiederum in ak...

2. Chemostrecke

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Etwa drei Wochen nach der OP verspürte ich Richtung Hand ein leichtes Drücken im rechten Arm und bekam diesen auch irgendwann nicht mehr ganz nach oben gestreckt - irgendwas Ziehendes bremste uns. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl und ja, manchmal tat es auch weh, sodass man schnell in eine Schonhaltung übergeht, ohne sich damit wirklich einen Gefallen zu tun. Nachdem ich mich mit meiner Ärztin besprochen hatte, war klar, dass es sich um einen Lymphstrang Oberkante-Unterlippe handelte, der aufgrund der fehlenden Kollegen nicht wusste, wohin mit all der Suppe? Ich erhielt die erste Verordnung von X für Lymphdrainage, damit wieder für Abfluss und Umleitung gesorgt werden konnte. Leute, habt keine Angst vor Lymphdrainagen!! Hierbei handelt es sich lediglich um eine leichte Mass...