Freitag, Juli 30
Shadow

Schlagwort: Krebsdiagnose

… und Draußen scheint die Sonne.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ein sonniger Mittwoch Nachmittag am westlichen Ufer des Bodensee. Mit dem Rücken an eine große Weide gelehnt, schaue ich mich aus dem Halbschatten der noch halbnackten Zweige um: links von mir, in gut 20 Meter Entfernung, brütet ein Schwan im noch lichten Schilf und ich denke mir: Hoffentlich kriegt er alle Küken durch! Dann schwenkt mein Blick aufs Wasser: direkt vor mir schwimmen und tauchen vereinzelt Blässhühner, meine Lieblingswasservögel der Kindheit. Weiter weg, etwa mittig vom See schwimmt eine Gruppe Blässhühner oder Gänse; aufgrund der Entfernung sind die Tiere nicht bestimmbar. Dennoch hört sich dieser Chor wie eine quengelnde, sich vielleicht auch in einer Notlage befindlichen Katze an. Es kann eigentlich nicht sein, trotzdem schaue ich mich genauer um, ob nicht vielleicht d...

Fast wie ein Sonntagsspaziergang bei bestem Wetter

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich sitze am PC, habe gerade diesen Eintrag eröffnet, drei DinA 5-Seiten in Zeller-Steno hierfür vor mir liegend und doch fehlt mir im Augenblick irgendwie der Einstieg... Seit über zwei Monaten stelle ich mich aufs Neue dem Krebs entgegen und wer es nicht weiß, würde niemals darauf kommen, dass und welcher Kampf (wieder) in mir tobt. Um Euch die unvorstellbaren Weiten und Welten von Krebstherapien zu veranschaulichen und diesen, den immer noch vorherrschenden Schrecken weiter zu entziehen, hier zwei Fotos, die mich jeweils ca. 2 Monate nach Therapiebeginn zeigen. Unschwer zu erkennen, ist mein (äußerlicher) Allgemeinzustand dieses Mal ziemlich gut und so fühle ich mich im Großen und Ganzen auch. Die Nebenwirkungen halten sich bislang ebenfalls im erträglichen Rahme...

Breast Cancer Warrior – Reloaded

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich bin ganz geflasht und riesig dankbar, nun den richtigen Einstieg in diesen Beitrag gefunden zu haben: Vielen Dank an den Sender vox und das ganze Team von Stars gegen Krebs - Ladies Night! (heutige Wiederholung) 43 Tage sind seit meinem mentalem Extremeinbruch vergangen. Eine vergleichbare Achterbahn-10er-Looping-Fahrt habe ich seitdem (wem-auch-immer-sei-Dank) nicht mehr durchstehen müssen. Mittlerweile habe ich nicht nur die Zyklen der neuen Krebstherapie verinnerlicht, Tabletten und Infusionen laufen nun auch synchron, sodass mir zwischen den Zyklen eine Woche ohne Alles zur Verfügung steht, in der ich Luft und immer wieder Anlauf holen kann. Die Einschlafprobleme konnten durch die zusätzliche Einnahme von Neurexan einigermaßen in den Griff gebracht werden, das Gelbe vom Ei ...

Der Krebs will’s nochmal wissen…

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Besondere Menschen verdienen besondere Geschenke. - Ich wusste gar nicht, dass ich so "besonders" bin, einen Tag vor meinem 46. die offizielle Bestätigung zu erhalten: der Krebs ist zurück und hat sogar "Freunde" mitgebracht! Euch kommt dies nun vielleicht grausam vor: Wie können die Ärzte nur einen Tag vor dem Geburtstag damit rausrücken? - Weil ich es so wollte! Mit der letzten Bestrahlung am Freitag, 29.12.17 endete offiziell mein - erster - aktiver Kampf gegen triplenegativen Brustkrebs und galt als geheilt. An das engmaschig angelegte Nach- und Vorsorgenetz gewöhnte ich mich rasch: alle drei Monate bei meiner Gyn vorbei, ein Mal im Jahr Check im Krankenhaus, ein Mal im Jahr Mammografie, ein Mal im Jahr Brust-MRT und sobald mir sonst irgendein "Furz" quer stand, bekam ich ohne...

Mein Brustkrebs – Deckel druff.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Mit einschließlich Heute liegen 1 Jahr, 3 Monate, 6 Tage oder: 66 Wochen und 1 Tag oder: 463 Tage oder: 11.112 Stunden oder: 666.720 Minuten oder: 40.003.200 Sekunden eines Lebensabschnitts hinter mir, den ich nur meinem schlimmsten Feind und / oder rücksichtslosen Mit-Erdlingen gönnen würde. Nach meiner Krebstherapiestrecke (inklusive Zahnwurzel-OP, Darmspiegelung, Karpaltunnel-OP - wenn schon, denn schon) war ich doch recht froh, mich Ende Februar für drei Wochen in Reha verabschieden und dabei von meinem Haustier begeleitet werden zu können. Wenn man zurück blickt, dass man seitens des Sozialdienstes im Krankenhaus, noch bevor die eigentliche Krebstherapie überhaupt startet, mit Info belagert wird, die erst in der Zielgeraden zum Tragen kommt, dürfte es nicht sonderlich verwundern...

B ananen R epublik D eutschland – Krankheit zählt nicht(s)

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich befinde mich zZt in der Anschlussheilbehandlung, gleich gibt's leckeres Abendessen ... deshalb zeige ich Euch erst mal den neuesten Schenkelklopfer des A-sozial "Staats" Deutschlands. Lasst es auf Euch wirken .... Es spricht nahezu für sich selbst. Nichts desto trotz werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Durch Klick auf die jeweilige Grafik, erscheint diese in einem neuem Fenster und wird mit einem weiteren Klick vergrößert. 1) 2) 3) Nachtrag, 27.03.2018: ... werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Es tut mir -nicht- leid, Leute, ich habe mich wirklich bemüht, doch dieser A-sozial motivierte Hirnfick made by deutscher Altparteienpolitik spricht in der Tat sowas von für sich, da muss man (ich) echt keine wertvolle Lebenszei...

Bestrahlung

(Mein) Brustkrebs
Von allen Schnitzeljagdstationen ist die Bestrahlung nicht nur der Sonntagsspaziergang unter den Therapiemaßnahmen gegen Krebs, sondern aufgrund der Geräte, mit denen man es zu tun bekommt, die wohl auch Interessanteste sowie Beeindruckenste. Anfang November fand das Erstgespräch mit der Strahlenärztin und Bestimmung des Bestrahlungsbereichs durch Vermessen per Computertomographie statt. Orientierend an einem Patientenaufklärungsbogen erhält man Punkt für Punkt alle wichtigen Aspekte für die kommenden Wochen erklärt: Grundsätzliches zur Strahlentherapie, generelle Vorbereitungsmaßnahmen, eigentliche Durchführung, gewollte Wirkungen, die Zeit nach der Strahlentherapie, empfohlenes Patientenverhalten sowie mögliche Nebenwirkungen, wobei diese wiederum in ak...

2. Chemostrecke

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Etwa drei Wochen nach der OP verspürte ich Richtung Hand ein leichtes Drücken im rechten Arm und bekam diesen auch irgendwann nicht mehr ganz nach oben gestreckt - irgendwas Ziehendes bremste uns. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl und ja, manchmal tat es auch weh, sodass man schnell in eine Schonhaltung übergeht, ohne sich damit wirklich einen Gefallen zu tun. Nachdem ich mich mit meiner Ärztin besprochen hatte, war klar, dass es sich um einen Lymphstrang Oberkante-Unterlippe handelte, der aufgrund der fehlenden Kollegen nicht wusste, wohin mit all der Suppe? Ich erhielt die erste Verordnung von X für Lymphdrainage, damit wieder für Abfluss und Umleitung gesorgt werden konnte. Leute, habt keine Angst vor Lymphdrainagen!! Hierbei handelt es sich lediglich um eine leichte Mass...

Komödienstadel 21.0

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Für diejenigen, die mit Komödienstadel nichts anfangen können: das Original ist seit Ende der 1950er Jahre eine Fernsehreihe im Bayrischen Rundfunk, in der volkstümliche und zugleich lustige Stücke in bayrischem Dialekt gezeigt werden. Dass es auch anders geht, ohne öffentlich-rechtbrecherische Medien, in einem anderen Dialekt oder gar auf Hochdeutsch, beweist mal wieder die Abteilung für Leistungen zur Sicherung des Lebensbedarf des Jobcenters, nachdem ich der Zuständigen nicht nur die Nebenkostenabrechnung 2016 zukommen ließ, sondern sie auch per Nachweis der Kontobewegung detailiert darüber informierte, dass ich die Nebenkosten zur monatlichen Mietzahlung um € 20,- erhöhte. Tja, was soll ich sagen, vielleicht könnt Ihr es Euch ja auch denken: diese Woche, am gleichen Tag, kam in...

Offener Brief

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Der nachfolgende Text ging am 27.10.2017 als Rundmail (in offener Liste) an mehrere Empfänger unterschiedlicher regionale, überregionale sowie bundesweite Medien; an alle Parteien des aktuellen Bundestags; an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales; an den Bundesrat, den Bundestag; an die Inkasso-Abteilung der Arbeitsagentur; an meine beiden SachbearbeiterInnen beim Jobcenter zur Kenntnisnahme. - Link zu diesem Beitrag oder Text darf / kann / soll / "muss" (mit Link als Quellangabe) weitläufig geteilt werden. Vielen Dank! Sehr geehrte Damen und Herren von Presse, Funk und Fernsehen, Sie erhalten diese eMail mit der Bitte und in der Hoffnung auf Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit über bestehende sozial- und fiskalpolitische Missstände, welche zum gravierenden Nachteil...