Schlagwort: Krebserkrankung

B ananen R epublik D eutschland – Krankheit zählt nicht(s)

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich befinde mich zZt in der Anschlussheilbehandlung, gleich gibt's leckeres Abendessen ... deshalb zeige ich Euch erst mal den neuesten Schenkelklopfer des A-sozial "Staats" Deutschlands. Lasst es auf Euch wirken .... Es spricht nahezu für sich selbst. Nichts desto trotz werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Durch Klick auf die jeweilige Grafik, erscheint diese in einem neuem Fenster und wird mit einem weiteren Klick vergrößert. 1) 2) 3) Nachtrag, 27.03.2018: ... werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Es tut mir -nicht- leid, Leute, ich habe mich wirklich bemüht, doch dieser A-sozial motivierte Hirnfick made bei deutscher Altparteienpolitik spricht in der Tat sowas von für sich, da muss man (ich) echt keine wertvolle Lebensze

(Brust)Krebs-Randnotizen

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
So lax es auch klingt: Krebs ist der neue Schnupfen. Von der leicht laufenden Nase bis hin zur lebensbedrohlichen Influenza bietet auch Krebs jede Menge Varianten, sodass kein Krebspatient mit einem anderen 1:1 verglichen, geschweige denn gleich gestellt werden kann. Und: Wir werden immer mehr. Die Therapien gegen das jeweilige Arschloch mögen sich oberflächlich betrachtet ähneln oder gleichen und doch ist kein Krebs(patient) wie der Andere zu bewerten. Die Einzigen, zu denen sich das scheinbar niemals herum sprechen wird, sind die, die zwar viele Krebsbetroffene, deren Therapien und deren Verläufe über wie viele Ecken auch immer „kennen“, im Grunde genommen aufgrund fehlender Eigenerfahrung aber eigentlich gar keinen Plan haben. Das sind mir persönlich die „Allerliebsten“…

Bestrahlung

(Mein) Brustkrebs
Von allen Schnitzeljagdstationen ist die Bestrahlung nicht nur der Sonntagsspaziergang unter den Therapiemaßnahmen gegen Krebs, sondern aufgrund der Geräte, mit denen man es zu tun bekommt, die wohl auch Interessanteste sowie Beeindruckenste. Anfang November fand das Erstgespräch mit der Strahlenärztin und Bestimmung des Bestrahlungsbereichs durch Vermessen per Computertomographie statt. Orientierend an einem Patientenaufklärungsbogen erhält man Punkt für Punkt alle wichtigen Aspekte für die kommenden Wochen erklärt: Grundsätzliches zur Strahlentherapie, generelle Vorbereitungsmaßnahmen, eigentliche Durchführung, gewollte Wirkungen, die Zeit nach der Strahlentherapie, empfohlenes Patientenverhalten sowie mögliche Nebenwirkungen, wobei diese wiederum in ak

2. Chemostrecke

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Etwa drei Wochen nach der OP verspürte ich Richtung Hand ein leichtes Drücken im rechten Arm und bekam diesen auch irgendwann nicht mehr ganz nach oben gestreckt - irgendwas Ziehendes bremste uns. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl und ja, manchmal tat es auch weh, sodass man schnell in eine Schonhaltung übergeht, ohne sich damit wirklich einen Gefallen zu tun. Nachdem ich mich mit meiner Ärztin besprochen hatte, war klar, dass es sich um einen Lymphstrang Oberkante-Unterlippe handelte, der aufgrund der fehlenden Kollegen nicht wusste, wohin mit all der Suppe? Ich erhielt die erste Verordnung von X für Lymphdrainage, damit wieder für Abfluss und Umleitung gesorgt werden konnte. Leute, habt keine Angst vor Lymphdrainagen!! Hierbei handelt es sich lediglich um eine leichte Mass

Komödienstadel 21.0

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Für diejenigen, die mit Komödienstadel nichts anfangen können: das Original ist seit Ende der 1950er Jahre eine Fernsehreihe im Bayrischen Rundfunk, in der volkstümliche und zugleich lustige Stücke in bayrischem Dialekt gezeigt werden. Dass es auch anders geht, ohne öffentlich-rechtbrecherische Medien, in einem anderen Dialekt oder gar auf Hochdeutsch, beweist mal wieder die Abteilung für Leistungen zur Sicherung des Lebensbedarf des Jobcenters, nachdem ich der Zuständigen nicht nur die Nebenkostenabrechnung 2016 zukommen ließ, sondern sie auch per Nachweis der Kontobewegung detailiert darüber informierte, dass ich die Nebenkosten zur monatlichen Mietzahlung um € 20,- erhöhte. Tja, was soll ich sagen, vielleicht könnt Ihr es Euch ja auch denken: diese Woche, am gleichen Tag, kam in

Offener Brief

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Der nachfolgende Text ging am 27.10.2017 als Rundmail (in offener Liste) an mehrere Empfänger unterschiedlicher regionale, überregionale sowie bundesweite Medien; an alle Parteien des aktuellen Bundestags; an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales; an den Bundesrat, den Bundestag; an die Inkasso-Abteilung der Arbeitsagentur; an meine beiden SachbearbeiterInnen beim Jobcenter zur Kenntnisnahme. - Link zu diesem Beitrag oder Text darf / kann / soll / "muss" (mit Link als Quellangabe) weitläufig geteilt werden. Vielen Dank! Sehr geehrte Damen und Herren von Presse, Funk und Fernsehen, Sie erhalten diese eMail mit der Bitte und in der Hoffnung auf Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit über bestehende sozial- und fiskalpolitische Missstände, welche zum gravierenden Nachteil

Brustkrebs und SGB – Neues aus Absurdistan Teil 2

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich weiß gerade nicht, wer mehr Glück hat, dass ich seit Anfang August - nach Ansage des Verlusts meines Arbeitsplatzes – unter richtiger Psychopharmaka stehe, um das Alles annähernd gut gebacken zu kriegen: die Politik, die Behörden, die Gesellschaft oder ich? "Ungebremst" stünden mir primär zwei Optionen zur Verfügung: Amoklauf oder Suizid - und DAS dann selbstverständlich als "bedauernswerter Einzelfall". Sekundär stünde noch die Wahl zur Kriminalität: freiberuflich auf der Straße oder gut organisiert in Politik, Wirtschaft, Bankwesen.Mit einem Funken auf Menschlichkeit im Welt-Sozialamt Deutschland hoffte ich schon ein Stück weit darauf, dass mir die Riesenabfindung von € 500,- im ersten Anlauf sozusagen gelassen wird. Nun ist Polen sprichwörtlich offen, denn nicht mal das wird E

Brustkrebs und SGB – Neues aus Absurdistan

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Mir ist aufgefallen, dass nahezu alle Publikationen rund um das Thema (Brust)Krebs auf Auf- und Erklärung setzen, zu Spenden, zur Teilnahme an oder Inszenierung von Charity-/Benefiz-Veranstaltungen aufrufen, Betroffene jede Menge Emotionen in ihre Geschichten packen, in Foren mehr Blabla und Opferathmosphäre herrscht, als dass sich eine Teilnahme auch nur im Ansatz empfiehlt (möchte man sich nicht auch runter ziehen lassen) und Informationsmaterial lediglich die Inanspruchnahme möglicher Hilfen umreißt. Dagegen gestellt, hat es bislang jedoch Niemand wirklich gewagt, nach dem Blick hinter die Kulissen des Sozialsystems auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen und die Verantwortlichen sowie deren Handlanger entsprechend öffentlich in den Senkel zu stellen. – Wurde

Chemo-Demenz, Konzentrationsschwäche und Sprachstörungen

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Diesen Eintrag auf die Beine zu stellen, fiel mir bislang am Schwersten… Er trifft mit seinem Titel den Nagel auf den Kopf. Was man als gesunder, unter Alltagsbedingungen „normal“ gestresster, weil vielseitig geforderter Mensch allgemein unter Schussligkeit oder schlicht mit den Gedanken woanders sein kennt, wird für Chemopatienten irgendwann eine zusätzliche Belastung, mit der man ebenfalls nichts anderes machen kann, als sich irgendwie zu arrangieren und sie auszusitzen: Abbau von Gehirnleistung und Sprachvermögen. Erzählt man als Chemopatient gesunden Menschen von der Einbuße seiner  Hirnleistung, der zunehmenden Konzentrationsschwäche, streckenweisen Sprachaussetzern oder abgelegten Schwachmatenaktionen unter dem Einfluss von Chemomitteln, erntet man nicht selten ein: Kenn’ ich,

Wiedereingliederung ins Arbeitsleben nach langer Krankheit

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Wenn du denkst, es geht nicht Mehr, kommt von irgendwo – unter Garantie – der nächste Systemirrsinn daher. So … ja … hm … Was soll ich sagen? Wie sehr ich meine Arbeit mochte, lässt sich vielleicht damit zeigen, dass ich bis einen Tag vor der offiziellen Krankschreibung und dem ersten Krankenhausaufenthalt zur Arbeit ging und mich nur recht widerwillig damit abfinden wollte, jetzt erst mal nicht mehr täglich hier sein zu können. Mit einer Mischung aus den Umständen entsprechend mulmig und doch irgendwie frohen Mutes, ich konnte und sollte nach meiner erfolgreichen Schlacht gegen den Krebs wieder kommen, verabschiedete ich mich von meinen Chefs, "meinen" Hebebühnen, "meinem" hellblauen Druckluftschrauber, "meinen" Räderlagern, "meinem" Altreifenstapel, "meinem" Spind, von "meinem"