Schlagwort: Krebstherapie

Mein Brustkrebs – Deckel druff.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Mit einschließlich Heute liegen 1 Jahr, 3 Monate, 6 Tage oder: 66 Wochen und 1 Tag oder: 463 Tage oder: 11.112 Stunden oder: 666.720 Minuten oder: 40.003.200 Sekunden eines Lebensabschnitts hinter mir, den ich nur meinem schlimmsten Feind und / oder rücksichtslosen Mit-Erdlingen gönnen würde. Nach meiner Krebstherapiestrecke (inklusive Zahnwurzel-OP, Darmspiegelung, Karpaltunnel-OP - wenn schon, denn schon) war ich doch recht froh, mich Ende Februar für drei Wochen in Reha verabschieden und dabei von meinem Haustier begeleitet werden zu können. Wenn man zurück blickt, dass man seitens des Sozialdienstes im Krankenhaus, noch bevor die eigentliche Krebstherapie überhaupt startet, mit Info belagert wird, die erst in der Zielgeraden zum Tragen kommt, dürfte es nicht sonderlich verwundern

B ananen R epublik D eutschland – Krankheit zählt nicht(s)

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich befinde mich zZt in der Anschlussheilbehandlung, gleich gibt's leckeres Abendessen ... deshalb zeige ich Euch erst mal den neuesten Schenkelklopfer des A-sozial "Staats" Deutschlands. Lasst es auf Euch wirken .... Es spricht nahezu für sich selbst. Nichts desto trotz werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Durch Klick auf die jeweilige Grafik, erscheint diese in einem neuem Fenster und wird mit einem weiteren Klick vergrößert. 1) 2) 3) Nachtrag, 27.03.2018: ... werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Es tut mir -nicht- leid, Leute, ich habe mich wirklich bemüht, doch dieser A-sozial motivierte Hirnfick made bei deutscher Altparteienpolitik spricht in der Tat sowas von für sich, da muss man (ich) echt keine wertvolle Lebensze

(Brust)Krebs-Randnotizen

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
So lax es auch klingt: Krebs ist der neue Schnupfen. Von der leicht laufenden Nase bis hin zur lebensbedrohlichen Influenza bietet auch Krebs jede Menge Varianten, sodass kein Krebspatient mit einem anderen 1:1 verglichen, geschweige denn gleich gestellt werden kann. Und: Wir werden immer mehr. Die Therapien gegen das jeweilige Arschloch mögen sich oberflächlich betrachtet ähneln oder gleichen und doch ist kein Krebs(patient) wie der Andere zu bewerten. Die Einzigen, zu denen sich das scheinbar niemals herum sprechen wird, sind die, die zwar viele Krebsbetroffene, deren Therapien und deren Verläufe über wie viele Ecken auch immer „kennen“, im Grunde genommen aufgrund fehlender Eigenerfahrung aber eigentlich gar keinen Plan haben. Das sind mir persönlich die „Allerliebsten“…

Bestrahlung

(Mein) Brustkrebs
Von allen Schnitzeljagdstationen ist die Bestrahlung nicht nur der Sonntagsspaziergang unter den Therapiemaßnahmen gegen Krebs, sondern aufgrund der Geräte, mit denen man es zu tun bekommt, die wohl auch Interessanteste sowie Beeindruckenste. Anfang November fand das Erstgespräch mit der Strahlenärztin und Bestimmung des Bestrahlungsbereichs durch Vermessen per Computertomographie statt. Orientierend an einem Patientenaufklärungsbogen erhält man Punkt für Punkt alle wichtigen Aspekte für die kommenden Wochen erklärt: Grundsätzliches zur Strahlentherapie, generelle Vorbereitungsmaßnahmen, eigentliche Durchführung, gewollte Wirkungen, die Zeit nach der Strahlentherapie, empfohlenes Patientenverhalten sowie mögliche Nebenwirkungen, wobei diese wiederum in ak

2. Chemostrecke

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Etwa drei Wochen nach der OP verspürte ich Richtung Hand ein leichtes Drücken im rechten Arm und bekam diesen auch irgendwann nicht mehr ganz nach oben gestreckt - irgendwas Ziehendes bremste uns. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl und ja, manchmal tat es auch weh, sodass man schnell in eine Schonhaltung übergeht, ohne sich damit wirklich einen Gefallen zu tun. Nachdem ich mich mit meiner Ärztin besprochen hatte, war klar, dass es sich um einen Lymphstrang Oberkante-Unterlippe handelte, der aufgrund der fehlenden Kollegen nicht wusste, wohin mit all der Suppe? Ich erhielt die erste Verordnung von X für Lymphdrainage, damit wieder für Abfluss und Umleitung gesorgt werden konnte. Leute, habt keine Angst vor Lymphdrainagen!! Hierbei handelt es sich lediglich um eine leichte Mass

Psychoonkologischer Dienst

(Mein) Brustkrebs, Gesellschaft & Politik
Eigentlich war diese Abteilung als kleiner Tipp, als kurz angerissene Empfehlung unter „Kurznotizen“ geplant. – Mal wieder kam es anders als gedacht. Vor kurzem wurde ich auf der Straße von einer Frau wegen meiner Autowerbung angesprochen, sie bräuchte dringend jemand für ihre Katze. Ich erklärte ihr, dass ich aktuell nicht tätig sein könnte, da ich an Krebs erkrankt bin und wie aus der Hüfte geschossen, seufzte sie: Meine Schwester auch… Vom ursprünglichen Tiersitterengagement kamen wir nun also auf das Thema Krebs zu sprechen. Als sie mir schließlich erzählte, dass sich ihre Schwester weigerte, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um nicht als "Psycho" oder "durchgeknallt" abgestempelt zu werden, entschied ich mich zu einem eigenen Eintrag darüber. Neben dem für Viele wah

Wiedereingliederung ins Arbeitsleben nach langer Krankheit

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Wenn du denkst, es geht nicht Mehr, kommt von irgendwo – unter Garantie – der nächste Systemirrsinn daher. So … ja … hm … Was soll ich sagen? Wie sehr ich meine Arbeit mochte, lässt sich vielleicht damit zeigen, dass ich bis einen Tag vor der offiziellen Krankschreibung und dem ersten Krankenhausaufenthalt zur Arbeit ging und mich nur recht widerwillig damit abfinden wollte, jetzt erst mal nicht mehr täglich hier sein zu können. Mit einer Mischung aus den Umständen entsprechend mulmig und doch irgendwie frohen Mutes, ich konnte und sollte nach meiner erfolgreichen Schlacht gegen den Krebs wieder kommen, verabschiedete ich mich von meinen Chefs, "meinen" Hebebühnen, "meinem" hellblauen Druckluftschrauber, "meinen" Räderlagern, "meinem" Altreifenstapel, "meinem" Spind, von "meinem"

Offener Umgang mit Krebs

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Diesen Eintrag beginne ich ganz bewusst mit einem besonderen Vorwort an all Jene, die sich durch veröffentlichte Erfahrungsberichte von Krebspatienten (egal, ob Normalo oder Promi) in ihrer schein-heilen Welt "gestört" oder "belästigt" fühlen oder meinen, darüber lamentieren zu müssen, ob dieses sich-zur-Schau-stellen / sich-wichtig-machen-müssen wirklich sein muss? ... Liebe Leute, wie wir Krebspatienten uns aus freien Stücken dazu entscheiden können, mit unserer individuellen Geschichte offen umzugehen, um auch anderen (zukünftigen) Betroffenen Mut zuzusprechen oder eben nicht, so steht es ebenso jedem Genanten und künstlich Empörten unter Euch frei, sich auf privaten Internetseiten zum Thema aufzuhalten oder eben nicht. - Ganz einfach! Darüber braucht in keinster Weise hohl diskut

Humangenetische Untersuchung

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Die zweite Chemostrecke läuft und mir bleibt dieses Mal richtig viel Zeit, die letzten Wochen, Monate Revue passieren zu lassen sowie ein weiteres Resümee zu ziehen. Die Kombination meines eigenen, jungen Alters (42) mit dem frühen Tod meiner jüngsten Tante mütterlicherseits (sie erlag Anfang 2016 mit nur 52 Jahren ihrem Eierstock-Lungenkrebsleiden) ließ mich zur familiär-genetischen Risikogruppe zählen, wodurch ich die Chance auf eine humangenetische Untersuchung auf etwaig vererbte, veranlagte Gendefekte über die Uniklinik Tübingen erhielt. Bei mir lag die Wahrscheinlichkeit einer Anlageträgerschaft für die führenden Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 bei errechneten >20%. Die Kosten für diese Tests werden bei Notwendigkeit zwar von der Krankenkasse getragen, doch leider liegen s

1. Chemostrecke

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Unter normalen Umständen, würde ich mich an dieser Stelle für die Nichteinhaltung eines mit Datum angekündigten Blogeintrags entschuldigen, doch wie Ihr – egal, ob nur interessiert oder (in)direkt betroffen – gleich sehen werdet: Was ist schon der Termin zu einem Blogeintrag, wenn man es mit Krebs zu tun hat?!... Wer es aufgrund seiner Krebserkrankung bis zum Terminzettel für die erste Chemositzung gebracht hat, dürfte aufregende, beunruhigende, verunsichernde, interessante wie auch beschäftigte Wochen hinter sich haben. In diesem Eintrag möchte ich Euch berichten, wie es mir während meiner ersten, dreimonatigen AC-Chemostrecke erging. Nebenwirkungen, die bei mir (nicht) auftraten, müssen sich nicht zwingend (auch) bei Euch zeigen, können es allerdings und deshalb hoffe ich, Euch mit