Dienstag, Oktober 20
Shadow

Mini-Tipps für den Alltag

Januar  ‘12: Endlich kam ich dazu, mir eine Sprühdose Spielzeuglack zu kaufen, um Naturinventar für meine Terrarien zu versiegeln.

Nachdem ich alle Vorbereitungen getroffen hatte und loslegen wollte, stand ich wie der Ochs’ vorm Berg: die Dose funktionierte nicht, der Sprühkopf ließ sich einfach nicht runter drücken und ich fing schon an zu fluchen, was man mir für einen Mist verkauft hatte?

Ich war kurz davor, die Dose umtauschen zu fahren (oneway: ca. 20km), als sich gerade noch mein Gehirn meldete und mich erst mal im Baumarkt anrufen ließ.

In der zuständigen Abteilung erfuhr ich dann, dass ich den Sprühknopf runter nehmen und den roten Plastikring darunter entfernen musste: Kindersicherung!

OK, das war mir völlig neu, ich hatte wohl schon zu lange keine Lacksprühdose mehr in der Hand. Was es nicht schon Alles gibt.


Oktober ‘13: Wer immer wieder viel Obst zuhause hat, entweder in der Natur gesammelt oder im Laden gekauft, kennt das sich über kurz oder lang einstellende Problem: Scharen von Frucht-/Obstfliegen belagern die Bereiche, in denen sich die Früchte befinden.

Als ich meine Mutter einige Tage zu Besuch hatte, die (anders als ich) gerne und viel Obst isst und dementsprechend einkaufte bzw. sammelte, ließen die kleinen Plagegeister natürlich nicht lange auf sich warten. – Ich wusste schon, warum ich mir das „gesunde Zeug“ nicht unbedingt antat…

Während ich mich vor einer solchen Belagerung einfach durch weitestgehenden Obst-Boykott bewahre, rennen Andere vielleicht in den nächsten Laden und kaufen irgendwelche Anti-Produkte, doch es geht auch mit ganz einfachen, vor allem kostengünstigeren und in eigentlich jedem Haushalt vorhandenen Mitteln:

Meine Mutter stellte ein kleines Schälchen in die Nähe des Obstes, füllte es mit Branntweinessig, Wasser aus der Leitung, 2 TL Zucker und einige Tropfen Spülmittel.

Die Mischung aus Essig, Wasser und Zucker dient als Lockmittel – darauf fahren die kleinen Nervlinge total ab.

Da Fruchtfliegen allerdings sehr klein und entsprechend leicht sind, sind sie in der Lage die Mischung auf dem Wasser zu stehend zu trinken. Der Schuss Spülmittel sorgt dafür, dass die Oberflächenspannung des Wassers zerstört wird: Fliege wird angelockt, will sich auf’s Wasser setzen und trinken … und geht aufgrund des Spülmittels voll in die Falle.

Ist die Falle irgendwann gut voll mit Obstfliegen, reicht es völlig aus, die Flüssigkeit durch ein kleinmaschiges Sieb oder eine Filtertüte laufen zu lassen und hin und wieder die Bestandteile nachzufüllen (Essig & Wasser verdunsten mit der Zeit).

Solche Fliegenfallen kriegt man natürlich auch im Handel zu kaufen, eine kleine Dose kostet in der Drogerie ca. € 5,-. Ziemlicher Wucher, wenn man überlegt, wie viel etwas Essig aus der Flasche, Wasser aus der Leitung, ein paar Krümel Zucker aus der Dose und einige Tropfen Spülmittel kosten, oder?!

Wer seiner selbstgestrickten Fruchtfliegenfalle einen dekorativen Akzent setzen möchte, weil sie bspw. auf dem Wohnzimmertisch stehen soll, kann sich grobmaschige, breite Geschenkschleifen mit Gummiband zu Nutze machen.

Manchmal ist es also gar nicht schlecht, „den Alten“ zuzuhören und sich von ihnen was erklären zu lassen.. ;o)

P.S.: Um ganz sicher zu gehen, es gibt ja immer wieder Einige, die von selbst nicht darauf kommen: Auch hausgemachte Schädlingsfallen sind von Zugriffen durch Kinder und / oder Haustiere unerreichbar aufzustellen, respektive im Auge zu behalten!


Oktober ‘13: Mit Kleider-/Textilmotten hatte ich zuhause bisher noch keine Probleme (*toi toi toi*) und damit das auch so bleibt, lernte ich vor kurzem eine ebenso gute wie einfache und günstige Möglichkeit kennen, etwaigem Befall von Anfang an den Riegel vorzuschieben:

Man kennt die Anti-Motten-Mittel im Handel, die bis auf Produkte mit Zedernholz oder Lavendel einen (auch für die menschliche Nase) nicht nur einen unmöglichen Geruch verbreiten, sondern manchmal auch unverhältnismäßig viel Geld kosten.

Seine Kleidung in Plastikhüllen zu verstauen kann je nach Menge ziemlich nervig sein und nicht jede Klamotte lässt sich bei 60°C in die Waschmaschine oder für einige Tage in eingetütet in die Gefriertruhe stecken; vorausgesetzt man hat eine, in der Platz ist.

In meiner Arbeit habe ich mit textilähnlichen Stoffen (Federn) zu tun und mich anfangs gewundert, warum in den Kartons der einzelnen Federn immer wieder Einlagen von Zeitungspapier zu finden sind: Textilmotten stehen mit Druckerschwärze auf Kriegsfuß und machen demnach einen großen Bogen darum.

Je nach Tintenstärke der bedruckten Zeitungsseiten sollte man sie für den Schutz von heller Wäsche sehr bedacht verteilen, doch im Vergleich mit Plastikhüllen und / oder Produkte im Handel, sind sie doch eine sehr gute Alternative, seine Kleidung sicher zu schützen. ;o)

Steckbriefe der wichtigsten Schädlinge findet man u.a. beim Institut für Schädlingskunde Dr. Felke in 64354 Reinheim.


Weitere Mini-Tipps für den Alltag folgen.

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