2017 / 2018 : Erstdiagnose, Systemtherapie – Zeller 1 : 0 Krebs
2020 / 2021 : 1. Rezidiv, metastasiert, 2. Therapie – Zeller 1 : 1 Krebs
2022: weitere Metastasierung links den Hals rauf, nicht entdeckt, 3. Therapie – Zeller 2 : 1 Krebs
2024 / 2025 : 2. Rezidiv, erneut metastasiert, rechts den Hals rauf, 4. Therapie – Zeller 2 : 2 Krebs
2025 / 2026 : es geht in die Verlängerung
Montag, 5. Januar 2026, 10:00 Uhr
Ich sitze im Wartebereich der onkologischen Abteilung des Uniklinikums Tübingen und bin gespannt, was in den nächsten ? Stunden auf mich zukommt.
Was passiert ist? Eigentlich nichts schlimmes, uneigentlich habe ich heute einen Termin für eine Zweitmeinung, da die Luft der medizinischen Möglichkeiten mittlerweile sehr dünn geworden ist.
Nach onkologischen Erkenntnissen beträgt meine verbleibende Lebenszeit ein Jahr, vielleicht ein halbes …
Zu wissen, dass man nicht nur gesundheitlich, sondern auch zeitlich angezählt ist, lernt, aus jedem Moment das Beste zu machen, mit ständigen Veränderungen klar zu kommen die in, mit, für sich sowie um einen herum vonstattengehen, ist nichts gegen den Moment, in dem dir dein jahrelanger, vertrauter, verlässlicher, hochkompetenter, stets in der Sache bleibender Onko-Doc das erste Mal auf deine Frage: „Was meinen Sie, Doc: wie lange habe ich noch?“ mit etwas feuchten Augen „Ein Jahr, vielleicht ein halbes.“ antwortet.
Doch lassen wir die letzte Chemostrecke zwischen 12/24 und 12/25 sowie einige der Nebenschauplätze Revue passieren. – Hier im Wartebereich habe ich nun Zeit und Möglichkeit.
Obwohl sich der Krebs wenige Tage vor meinem 50. zurückmeldete, ließ ich mir mein halbes Jahrhundert (inkl. erfolgreicher Kampf seit gut 7,5 Jahren) um nichts auf der Welt – auch noch – nehmen.
Die Mischung aus Freude endlich mein selbstgeschneidertes Dirndl tragen zu können, Überforderung durch detailliertere Vorbereitungen je näher der Tag der Geburtstagsfeier kam sowie letztendlich die Überwältigung, dass es tatsächlich mal etwas geben könnte, wobei es um mich geht, wofür Menschen sich für mich auf den Weg machten, überlagerte zeitweise sogar den, bereits auf Anfang Dezember festgesetzten Chemostart Numero vier. Hätte sich einen Tag nach meinem Geburtstag nicht wieder ein Erysipel dazu gesellt, ich hätte meine Krankheit vermutlich wohl komplett vergessen.
Was mein inneres Kind macht? Wie es ihm geht?
Nun, seine Heilung macht große Fortschritte. Im Lauf des letzten Jahres gab es sogar einen Abend, an dem ich ein extremes tiefes Gefühl der Zufriedenheit, der inneren Ruhe und des Friedens in mir spürte, ohne es auch nur ansatzweise mit Worten erklären zu können. Es war nicht das typische Empfinden, wenn man eine Aufgabe oder größere Herausforderung richtig gut gemeistert, es jemandem „mal so richtig gezeigt“, sich mal wieder bewiesen hatte, weil es erwartet wurde, als vermeintlicher Oberchecker aus einer Situation ging. Keine vor Stolz, Erfolg oder Sieg strotzende, geschwollene Brust, mit der man noch eine Ehrenrunde drehen muss, damit es auch ja jeder sieht.
Nein. So ein wirklich ruhiges, mit sich, dem Tag und seinem Leben so absolut und vollkommen zufriedenes Gefühl, obwohl man im Grunde genommen nichts echtes, greifbares, vorzeigbares gemacht hat. – Konnte das eine Form von oder DIE Glückseligkeit gewesen sein?
Ansonsten bin und bleibe ich stabil, was die zurückliegende Entsorgung toxischer Menschen betrifft. Mit jedem Zeitraum, in dem ich mit solchen Leuten nichts (mehr) zu tun habe, fühle ich nicht nur wachsende innere Stärke, sondern auch so etwas wie Genugtuung. Es geht nicht nur darum den Teufelskreis erkannt und durchbrochen zu haben, bei gewissen Dingen diesmal selbst am längeren Hebel zu sitzen, sondern sie zusätzlich ihre eigene bittere Medizin schmecken lassen zu können. Auch so ein Etappensieg darf und muss ausgekostet sowie genossen werden!
Chemo Nr. 4 startete mit Trodelvy, ein alter Bekannter von 2022. Seinerzeit mussten wir die Dosis von 800 auf 500 reduzieren, weil meine Leukos zu sehr in die Knie gegangen waren. Wir traten mit der reduzierten Dosis an, die uns allerdings bald wissen ließ: So wird das nix! Also, Dosis wieder auf vollen Schub und um die Leukos bei Laune zu halten, durfte ich mir einen Tag nach der Infusion eine Boosterspritze setzen.
Nun sind Krebszellen an sich leider weder dumm noch nachgiebig genug, um sie mit entsprechender Dosis eines wirklich guten Medikamentes – wieder – zu beeindrucken. In der Regel kann man sagen, dass es ihnen immer gelingt, sich gegen jedes, schon mal verabreichtes Zytostatika resistent zu machen, weshalb es die Krebsforschung im allgemeinen so schwer hat, möglichst gleichauf, Schritt zu halten.
Nach gut sieben Monaten mussten wir einsehen, dass mit Trodelvy nicht mal mehr ein Blumentopf zu gewinnen war.

Um festzustellen, welches noch verfügbare und mögliche Medikament eingesetzt werden könnte, ließ ich mir am letzten Trodelvy-Tag im Juli eine Biopsie aus dem Hals, die Stelle an der der Befall am Stärksten und greifbarsten war, entnehmen.
Leider stellte sich heraus, dass im Vergleich zu 2020 keine bestimmten Rezeptoren mehr vorhanden waren, die ein Medikament mit anderen Angriffspunkten ermöglicht hätten. Die nächste Alternative war ein fast baugleiches Medikament wie Trodelvy, Datroway. Dass Datroway ebenfalls kein Mittel der Wahl war, realisierten wir bereits nach nur drei Monaten, womit in einem Jahr die zweite Therapie Mitte November abgebrochen wurde.
Nach den Infusionen mit Trodelvy wie auch Datroway war ich für eine bestimmte Zeit immer müde und legte mich zuhause erst Mal für bis zu sechs Stunden hin.
Ein Begleitmedikament Datroways (Travegyl) wirkte bei Ersteinnahme so stark, dass ich sogar während der Infusion wegknickte, etwas schwitzte und von einer Mitarbeiterin geweckt werden musste. Besonders während der Trodelvy-Therapie kam es häufig zu Schweißausbrüchen während des Schlafens, die ich allerdings erst aufgrund der feuchten Bettwäsche mitbekam.
Ein anderes Begleitmedikament (Dexamethason) beinhaltet Cortisol, das unser Körper auch selbst produziert; es sorgt dafür, dass wir munter und agil sind. Dexa gaukelt dem Körper vor, genug Cortisol gebildet zu haben und Pause machen zu können. Bei mir hielt dieser Zustand etwa zwei Tage an, bevor ich leistungstechnisch komplett abfiel.
Hier beginnt die Tücke eines Medikaments, das körpereigene Substanzen mit sich bringt: zwischen dem Signal Wir haben genug Cortisol, kannst Pause machen., über das Nachlassen, des Abbaus von Dexa, bis der Körper den Mangel von selbst erkennt und wieder mit der Produktion beginnt, können einige Tage vergehen, die man übel durchhängt. – In Ab- und Rücksprache mit meinem Doc überbrückte ich die Talfahrt mit einer geringen Dosis Dexa, damit das Loch nicht allzu tief und lange ausfiel.
ACHTUNG: Jede gewünschte Änderung der Medikamenteneinnahme sollte grundsätzlich vorab mit dem jeweiligen Arzt besprochen werden!

Die Zeit bis zum nächsten, planmäßigen Kontroll-CT Anfang Dezember schien in Lichtjahren abzulaufen, was meinem Kopf die wirklich grausame Möglichkeit gab, mir alles mögliche über mein in Kürze bevorstehendes Schicksal einzureden. Zum ersten Mal in meinem Leben erlebte ich eine psychische wie mentale Ausnahmesituation, auf deren Schleuderdrehzahl selbst Waschmaschinenhersteller neidisch wären.
Es gab nicht einen Moment, einen Gedanken, ein Erlebnis der und das grundlegend noch so positiv belegt gewesen sein konnte: mein Gehirn inszenierte meinen persönlichen Untergang in den unterschiedlichsten Variationen und ließ mich glauben, der Krebs sei ganz kurz davor zu explodieren. Ich kam aus dem Karussell von Verzweifeln, Ängsten und Heulen knapp zwei Wochen nicht mehr raus.
Mit, metaphorisch gesprochen, letzter Kraft kontaktierte ich meinen Radiologen, schilderte ihm die letzten Wochen, beschrieb ihm meine persönliche Situation … und *Glück gehabt* … ich musste zwar an einen weiteren Standort der hiesigen Radiologie, doch ich konnte eine Woche eher als geplant und bereits zwei Tage nach meiner Mail zur Kontrolle kommen! – Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, was für ein Super-Doc auch mein Radiologe ist? – Bestimmt! ;o)
In dem Moment, in dem ich die Praxis betrat, fiel sämtlicher Ballast, alle Panik, Verzweiflung sowie Angst der letzten zwei Wochen von mir ab und als ich schließlich neben meinem Doc saß, wir den Befund besprachen, ich selbst sehen konnte, dass sich nichts so verschlimmert hatte, wie mein Hirn mir suggerierte, hätte ich schweben können. Einige Pakete waren deutlich kleiner, andere etwas größer geworden. Nichts Neues war dazu gekommen und – das überhaupt Wichtigste von allem: der Scheiß befand sich immer noch IM Lymphsystem, kein Mutant im Freilauf!
Wie ich heute in Tübingen erfuhr: die restliche Zeit meines Über-Lebens steht und fällt damit, dass die Zellmutanten in ihrem „Gehege“ bleiben. Sobald sie in Freilauf geraten und auf Organe losgehen, startet der Countdown offiziell.
Kreisende Gedanken lassen sich nicht verhindern. Die Kunst ist es, diese Gedanken anzuhalten, umzupolen um nicht verrückt zu werden. Gelingt nicht immer gleich gut, ist aber machbar.

Womit habe ich neben all dem Kampf gegen Krebs sonst noch zu tun?
Mein Kreislauf schwächelt öfters unterschiedlich stark. Schwindelanfälle können aus dem Nichts heraus auftreten. Die Häufigkeit von Erysipelen ist gestiegen. (Hierzu soll ich auf Empfehlung von Tübingen bei einem Hautarzt den Keim isolieren lassen, um ggf. eine gezielte Maßnahme dagegen auf die Beine gestellt zu bekommen.)
Ich bin mittlerweile recht kurzatmig, zügige Spaziergänge, geschweige denn Wanderungen sind nicht mehr möglich. Schwächelnde Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit, temporäre Sprachstörungen (überhole mich oft im Sprechen oder suche Wörter, die „früher“ von selbst gekommen sind.) und jederzeit kann von jetzt auf gleich irgendwas neues dazu kommen.
Bspw.: Oberbauchschmerzen, die trotz siebenstündiger Untersuchungen in der Notaufnahme nicht definiert werden können und erst Mal mit Druck größerer Lymph-Metastasenpaketen auf Nerven & Co. erklärt werden. Oder Druck der Metastasenpakete in den Leisten, wovon rechts anfangs so schlimm war, dass mein rechtes Bein nach einem Strahlungsschmerz mein Bein komplett lahmlegen konnte: es fühlte sich an wie ein ganzbeiniger Krampf, es ließ sich weder belasten noch abwinkeln. Als es das erste Mal während des Gassis im Wald bei Markelfingen passierte hatte ich Riesenglück: meine Freundin Heidi war mit ihrem Auto in der Nähe und holte mich aus dem Wald, brachte mich zu meinem Auto und nach einiger Zeit des Wartens konnte ich eigenständig wieder nachhause fahren.
Tja, und dann ist da ja auch noch mein Hintern, an dem eigentlich eine sechste OP anstünde, um das Fisteltheater endlich/hoffentlich ad acta legen zu können. Doch dieses Abenteuer schiebe ich schön vor mir her. Für eine OP müsste ich davor und danach wieder eine Chemopause einlegen, die den Mutanten erneut Oberwasser (Resistenz bilden) bringen könnten. Nope!
Nach unserer Sprechstunde Anfang Dezember entschieden wir uns, Doc & ich, spontan zu einer erneuten Biopsie aus dem Hals, deren Stanzen dieses Mal an ein Molekularlabor gingen. Ein erster Befund, dass es sich tatsächlich immer noch um den ursprünglichen triplenegativen Brustkrebs handelt, ist zwischenzeitlich zurück. Zwei weitere Parameter wären noch zu untersuchen, deren Ergebnisse können bis zu acht Wochen dauern.
Es gibt allerdings nicht nur die krankheitsbedingten Ereignisse, made-in-hausgemacht kann ebenfalls mitunter tragisch-komisch werden …
Mittwochnachmittag, Anfang August ’25: ich am essen von vorgeschnittenen Wurststücken, aus denen eigentlich ein Wurstsalat hätte werden sollen. Warum und wie auch immer verschluckte ich mich erheblich an einem Teil und merkte schnell, dass ich dieses Mal allein keine Chance hatte aus der Situation zu kommen. Mein Glück an diesem Tag: die hausinterne Arztpraxis hatte geöffnet. Ich griff nach meinem Schlüssel und während ich merkte, dass es zunehmend anstrengender wurde, erreichte ich schräg gegenüber Hilfe.
Leute, wie „peinlich“ wäre das gewesen, hätte ich mich über acht Jahre erfolgreich gegen Krebs gestellt und so ein pissiges Wurststück legt mich auf die Bretter?! – Nachdem die Situation überstanden war, fand ich ganz schnell meinen Humor wieder; im akuten Moment dachte ich nur an meinen Hund.
Wie geht’s nun weiter?
Laut Tübingen macht es weder Sinn noch wird es angestrebt eine laufende, klinisch ansprechende Therapie zu unterbrechen, geschweige denn zu übernehmen.
Seit 2017 bis heute erhalte ich die beste Behandlung, die man nach den jeweils neuesten Erkenntnissen und ärztlicher Kompetenz bekommen kann. Hatte ich schon mal erwähnt, dass mein Onko-Doc dem hiesigen Tumorboarding vorsteht? Genau genommen werde ich seit Jahren also vom Chef persönlich betreut. 🙂
Anfang Dezember ging’s mit einem klassischen Chemomedikament (Eribulin) in die fünfte Runde und bereits nach zwei Infusionen kann man den Rückgang am Hals erkennen! *freu*
Ich für meinen Teil werde weiterhin aus jedem Moment, aus jedem Tag das mir bestmögliche machen, mich von jedem negativen, stressigen Faktor versuchen fern zu halten oder schnellstmöglich zu distanzieren und einfach dankbar sein, für alles was mir gutes widerfährt sowie für all die Probleme, die ich nicht habe.
2025 war nicht nur wieder ein Jahr mit ausgeprägten Höhen und Tiefen. Aufgrund dass mich der Krebs mal wieder aus meinem neu aufgebauten Leben (2023/2024) genommen hat, konnte ich auch nicht wieder so fleißig sein wie sonst, was sich nun zum Jahresanfang bemerkbar macht…. Aber, Hey, egal! Was ist schon Geld gegen leben und mit und für seine Besties da sein zu können?!
Dass mir mein Onko-Doc vor vier Wochen sagte, ich hätte noch ein Jahr, vielleicht ein halbes war natürlich auch nochmal eine Hausnummer, mit der ich erst mal wieder klarkommen musste. Vor allem so kurz nach der Höllenfahrt zwischen zweitem Chemoabbruch und Kontroll-CT.
In meiner WhatsApp-Gruppe habe ich die besten der Besten, die man sich an seiner Seite wünschen kann. Eine Reha-Freundin erzählte von einer Bekannten, die ebenfalls schon lange gegen Brustkrebs kämpfe und ihrerzeit alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern war, als auch ihr „noch etwa ein Jahr“ gesagt wurde. Mit so einer Persönlichkeit würde ich gerne mal reden! Mit jemanden, der da schon durch ist, was mir noch bevorsteht. Ebenfalls eine Kämpfernatur, kein selbsternanntes Opferlamm.
Und was soll ich sagen: meine Freundin stellte den Kontakt her. Die Frau rief mich an und es tat sooo gut ihre Geschichte, ihr Handeln zu hören, dass auch ich – abermals schlagartig – neuen, weiteren Mut sowie Motivation schöpfte. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle, liebe Gitta und weiterhin auch dir alles erdenklich Liebe und Gute!! (Erstdiagnose mit 36, noch-1-Jahr-Ansage mit 40, heute 59 und immer noch am leben! *Chapeau!*)
Ein ganz großer Punkt im Bezug auf Krebserkrankungen sind immer wieder die *langweil**gähn* Ernährungsempfehlungen und Mythen.
Ja, es gibt ein paar Kleinigkeiten, die es wert sind beachtet und gelebt zu werden. ABER einer der großen und teils wirklich gefährlichen Irrtümer ist, man könne den Krebs durch Zuckerentzug aushungern.
Im letzten Gespräch mit meiner Psychologin kam alles der letzten Wochen zur Sprache und beim Thema Ernährung bei Krebs – worüber ich ja schon gar nichts mehr großartig lese oder vom Hören-Sagen Anderer annehme – übergab sie mir die Broschüre vom Krebsverband BaWü, die in Kooperation mit dem Team von was-essen-bei-krebs.de, des gemeinnützigen Vereins Eat what you need e.V. sowie des CCC München LMU und Experten verschiedener Unikliniken erstellt wurde. Okay, mit soviel Kompetenz im Hintergrund kann man zumindest mit der Lektüre schon mal nichts falsch machen.
Für alle interessierten und diejenigen, die an der Grenze zur Verzweiflung stehen, weil so viel gegensprüchliches zum Thema kursiert und jeder meint, es am besten zu wissen: besorgt euch diese Broschüre und lasst euch sonst gern haben.
Ich hätte gerne besonders wichtige Stellen aus der Broschüre zitiert, doch sie ist wirklich so informativ, so auf- und erklärend gemacht, dass es mir total schwer fällt eine Auswahl zu treffen.
Meine persönliche, wichtigste Erkenntnis nach den vielen Jahren und gerade in der aktuellen Situation, der Hoffnung, dass der Krebs wenigstens da bleibt, wo er gerade ist – im Lymphsystem, nicht im Freilauf! – ist: Lasst es sein, den Krebs aushungern zu wollen, indem ihr ihm Kohlenhydrate bzw. Zucker vorenthaltet, die ihm an seinem Ort auf dem Silbertablett präsentiert werden könnten!
Ich für meinen Teil verzichte mittlerweile zwar auf stark verarbeitete Wurst- und Fleischwaren, rotes Fleisch, Fastfood, Süßes in regelmäßigem Übermaß (anfallartige Hypes sind davon ausgenommen) sowie auf Nachsüßen von Tee, Kaffee, Joghurt etc. mit industriell verarbeitetem Zucker aus heimischen Zuckerrüben (weitläufig naturbelassener Zuckerrohr-Zucker ist okay:), trotzdem bekommt der Krebs aus Obst, Gemüse und anderem Essen noch genug Zucker ohne sich um einen Ortswechsel bemühen zu müssen.
Viele vergessen leider, dass Krebs – vereinfacht ausgedrückt – ein eigenständiger, lebender Organismus und in der Lage ist, für seine Versorgung selbst zu sorgen. Erreichen ihn in seiner bisherigen „Wohlfühlzone“ keine „Nährstoffe“ mehr, besteht die Gefahr, dass er sich in Bewegung setzt (metastasiert) um sich neue Nahrungsgründe zu suchen. Hierdurch könnte es, in Fällen wie meinem bspw., passieren, dass die Mutanten aus dem Lymphsystem ins Blutsystem übergehen und somit an jedes Organ im Körper kommen, das irgendwas mit Zuckerverwertung zu tun hat. Ab diesem Moment braucht man sich nicht mehr die Karten legen (lassen), sondern sollte seine Sachen geregelt haben…
Bei einer Krebserkrankung gibt es keine fundierten Beweise oder Nachweise, dass persönliche Handlungen heilen oder wenigstens ein gewisses Quäntchen Einfluss auf das „Verhalten“ von Krebszellen haben (könnten).
Ich hege einfach nur die Hoffnung, die Mutanten mit meinem Tun im Lymphsystem halten zu können, sie nicht in den Freilauf zu provozieren und mir somit entsprechend mehr Lebenszeit zu ermöglichen, die ich bei anderem Verhalten vielleicht – vielleicht auch nicht – nicht hätte.
*in diesem Sinn*
eure Sandra

Liebste Sandra
Habe den ganzen Bericht mit Gänsehautfeeling und Tränen in den Augen durchgelesen . 😢
Irgendwie fehlen mir auch die passenden Worte hierzu .
Du bist niemals vergessen ,- das weisst Du ja , oder ?
Gerne würde ich Dir mal wieder etwas zukommen lassen .
Wie geht es Dir derzeit ?
Herzensgrüsse von Deinen 2 Hafens Petra und Dieter 🫶🫶🫶💝💝💝