(Mein) Brustkrebs

…fürs Leben lernt man. …

(Mein) Brustkrebs, Gesellschaft & Politik
Herzlich Willkommen zu einer neuen Posse aus der Reihe: Rechtsprechung für kleine Leute in Deutschland - und täglich grüßt der Schenkelklopfer. Rückblick:  Zwei Wochen bevor ich den Krebsknoten in meiner Brust fand, veranstaltete der örtliche Narrenverein im Rahmen des alljährlichen Faschingszirkus' vom 03. bis 05.02.2017 nicht nur den üblich traditionellen Terror, zum 90-jährigen Vereinsjubiläum im etwa 2.500-Einwohner starken Markelfingen stand gleich noch ein Riesenumzug auf dem Programm, zu dem nahezu alle regionalen sowie überregionalen Faschingsverrückte geladen waren. Um den Wahnsinn selbstdarstellerisch auch über Landesgrenzen hinaus zu bringen, durfte freilich das Fernsehen - in diesem Fall der Rundfunkzwangsgebührenabsauger SWR - nicht fehlen. Im Vorfeld angekündigt und

KÖRPERWELTEN – Körperspenden

(Mein) Brustkrebs, Gesellschaft & Politik
Mehr als ein Jahr war ich am Überlegen, wie dieses Thema gekonnt zur Sprache zu bringen ist. Obwohl sie mir Kopf brannten, so gut wie fertig auf der Zunge lagen, die Finger zucken ließen: meine Gedanken waren ums Verrecken nicht dazu zu bewegen, als Worte über die letzte Schwelle nach draußen zu gehen. Ja, auch das gibt es mal und wenn ich Eines während des Kampfs gegen Brustkrebs endgültig gelernt habe ist es: (noch mehr) Geduld zu haben. Erkrankt man an Krebs oder einer anderen chronisch werden bzw. wieder kommen könnenden, schweren Krankheit, verabschiedet sich nicht nur das bislang bekannte Leben auf Nimmerwiedersehen, man darf zudem an keiner Spenderoptionen mehr teilhaben, für die man sich bislang zur Verfügung gestellt hatte: Organe, Gewebe, Knochenmark, Blut usw.. Was einem a

DRV Bund – berufliche Reha

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Was ich in Bezug auf Wiedereingliederung ins Arbeitsleben, nach Aussage diverser Stellen beim Jobcenter und der Krankenkasse, im September 2017 noch für bare Münze nahm - und mich kurzzeitig zum Kokosnusspflücker werden ließ -, konnte bzw. kann man (im Nachhinein) getrost unter: nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht ablegen. In meinem Fall war auch in Sachen berufliche Reha die Deutsche Rentenversicherung Bund für die so genannten Leistungen zur Teilhaben am Arbeitsleben (kurz: LTA) zuständig, was mir im Vorfeld - nicht ganz unverständlich, denke ich - die Nackenhaare "leicht" zu Berge stehen ließ. Im Land der schon länger hier Lebenden wird ja immer mehr und gerne gespart, sodass man als Betroffene[r] unter Umständen einige Kilometer Weg zu seiner zuständigen DRV Bund-Stelle hat

Mein Brustkrebs – Deckel druff.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Mit einschließlich Heute liegen 1 Jahr, 3 Monate, 6 Tage oder: 66 Wochen und 1 Tag oder: 463 Tage oder: 11.112 Stunden oder: 666.720 Minuten oder: 40.003.200 Sekunden eines Lebensabschnitts hinter mir, den ich nur meinem schlimmsten Feind und / oder rücksichtslosen Mit-Erdlingen gönnen würde. Nach meiner Krebstherapiestrecke (inklusive Zahnwurzel-OP, Darmspiegelung, Karpaltunnel-OP - wenn schon, denn schon) war ich doch recht froh, mich Ende Februar für drei Wochen in Reha verabschieden und dabei von meinem Haustier begeleitet werden zu können. Wenn man zurück blickt, dass man seitens des Sozialdienstes im Krankenhaus, noch bevor die eigentliche Krebstherapie überhaupt startet, mit Info belagert wird, die erst in der Zielgeraden zum Tragen kommt, dürfte es nicht sonderlich verwundern

DRV Bund – „Leistungs“abteilung

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Eigentlich sollte die Deutsche Rentenversicherung Bund nur mit einem Platz als Randnotiz im entsprechenden Beitrag bedacht werden - was kann es schon groß darüber zu berichten zu geben? -, doch was man (auch) mit diesem Verein mal wieder im sozial-fiskal-politisch "durchdachten" System Deutschlands erlebt ... du kriegst die Tür nicht zu! Originaleintrag 04.04.18: Bis auf die berufliche Rehafachberatung der Deutschen Rentenversicherung dürfte ich mittlerweile jede Stelle durch haben, die einem als Krebspatient in den Weg kommt und was soll ich sagen? ... Alles läuft gut, bis ... ja ähm ... tja ... bis wieder irgendeine Einrichtung daher kommt, wo "Bund" drauf steht und / oder "Bund" drin ist. Sei es das Jobcenter, welches nach geltender, Alle über einen Kamm scherender Gesetzeslage be

B ananen R epublik D eutschland – Krankheit zählt nicht(s)

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich befinde mich zZt in der Anschlussheilbehandlung, gleich gibt's leckeres Abendessen ... deshalb zeige ich Euch erst mal den neuesten Schenkelklopfer des A-sozial "Staats" Deutschlands. Lasst es auf Euch wirken .... Es spricht nahezu für sich selbst. Nichts desto trotz werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Durch Klick auf die jeweilige Grafik, erscheint diese in einem neuem Fenster und wird mit einem weiteren Klick vergrößert. 1) 2) 3) Nachtrag, 27.03.2018: ... werde ich auch dies in Kürze zu kommentieren wissen. Es tut mir -nicht- leid, Leute, ich habe mich wirklich bemüht, doch dieser A-sozial motivierte Hirnfick made by deutscher Altparteienpolitik spricht in der Tat sowas von für sich, da muss man (ich) echt keine wertvolle Lebenszei

(Brust)Krebs-Randnotizen

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
  So lax es auch klingt: Krebs ist der neue Schnupfen. Von der leicht laufenden Nase bis hin zur lebensbedrohlichen Influenza bietet auch Krebs jede Menge Varianten, sodass kein Krebspatient mit einem anderen 1:1 verglichen, geschweige denn gleich gestellt werden kann. Und: Wir werden immer mehr. Die Therapien gegen das jeweilige Arschloch mögen sich oberflächlich betrachtet ähneln oder gleichen und doch ist kein Krebs(patient) wie der Andere zu bewerten. Die Einzigen, zu denen sich das scheinbar niemals herum sprechen wird, sind die, die zwar viele Krebsbetroffene, deren Therapien und deren Verläufe über wie viele Ecken auch immer „kennen“, im Grunde genommen aufgrund fehlender Eigenerfahrung aber eigentlich gar keinen Plan haben. Das sind mir persönlich die „Allerl

Bestrahlung

(Mein) Brustkrebs
Von allen Schnitzeljagdstationen ist die Bestrahlung nicht nur der Sonntagsspaziergang unter den Therapiemaßnahmen gegen Krebs, sondern aufgrund der Geräte, mit denen man es zu tun bekommt, die wohl auch Interessanteste sowie Beeindruckenste. Anfang November fand das Erstgespräch mit der Strahlenärztin und Bestimmung des Bestrahlungsbereichs durch Vermessen per Computertomographie statt. Orientierend an einem Patientenaufklärungsbogen erhält man Punkt für Punkt alle wichtigen Aspekte für die kommenden Wochen erklärt: Grundsätzliches zur Strahlentherapie, generelle Vorbereitungsmaßnahmen, eigentliche Durchführung, gewollte Wirkungen, die Zeit nach der Strahlentherapie, empfohlenes Patientenverhalten sowie mögliche Nebenwirkungen, wobei diese wiederum in ak

2. Chemostrecke

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Etwa drei Wochen nach der OP verspürte ich Richtung Hand ein leichtes Drücken im rechten Arm und bekam diesen auch irgendwann nicht mehr ganz nach oben gestreckt - irgendwas Ziehendes bremste uns. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl und ja, manchmal tat es auch weh, sodass man schnell in eine Schonhaltung übergeht, ohne sich damit wirklich einen Gefallen zu tun. Nachdem ich mich mit meiner Ärztin besprochen hatte, war klar, dass es sich um einen Lymphstrang Oberkante-Unterlippe handelte, der aufgrund der fehlenden Kollegen nicht wusste, wohin mit all der Suppe? Ich erhielt die erste Verordnung von X für Lymphdrainage, damit wieder für Abfluss und Umleitung gesorgt werden konnte. Leute, habt keine Angst vor Lymphdrainagen!! Hierbei handelt es sich lediglich um eine leichte Mass

Komödienstadel 21.0

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Für diejenigen, die mit Komödienstadel nichts anfangen können: das Original ist seit Ende der 1950er Jahre eine Fernsehreihe im Bayrischen Rundfunk, in der volkstümliche und zugleich lustige Stücke in bayrischem Dialekt gezeigt werden. Dass es auch anders geht, ohne öffentlich-rechtbrecherische Medien, in einem anderen Dialekt oder gar auf Hochdeutsch, beweist mal wieder die Abteilung für Leistungen zur Sicherung des Lebensbedarf des Jobcenters, nachdem ich der Zuständigen nicht nur die Nebenkostenabrechnung 2016 zukommen ließ, sondern sie auch per Nachweis der Kontobewegung detailiert darüber informierte, dass ich die Nebenkosten zur monatlichen Mietzahlung um € 20,- erhöhte. Tja, was soll ich sagen, vielleicht könnt Ihr es Euch ja auch denken: diese Woche, am gleichen Tag, kam in