Sonntag, Juni 21
Shadow

Schlagwort: Mammakarzinom

Mambo N° 5 – und noch ein Tänzchen!

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
2017 / 2018 : Erstdiagnose, Systemtherapie - Zeller 1 : 0 Krebs 2020 / 2021 : 1. Rezidiv, metastasiert, 2. Therapie - Zeller 1 : 1 Krebs 2022: weitere Metastasierung links den Hals rauf, nicht entdeckt, 3. Therapie - Zeller 2 : 1 Krebs 2024 / 2025 : 2. Rezidiv, erneut metastasiert, rechts den Hals rauf, 4. Therapie - Zeller 2 : 2 Krebs 2025 / 2026 : es geht in die Verlängerung Montag, 5. Januar 2026, 10:00 Uhr Ich sitze im Wartebereich der onkologischen Abteilung des Uniklinikums Tübingen und bin gespannt, was in den nächsten ? Stunden auf mich zukommt. Was passiert ist? Eigentlich nichts schlimmes, uneigentlich habe ich heute einen Termin für eine Zweitmeinung, da die Luft der medizinischen Möglichkeiten mittlerweile sehr dünn geworden ist. Nach onkologischen Erkenntnissen...

Zeller vs. Krebs IV & Pflegestufe

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
Zwischen der letzten Suppe von Runde 3 zur Ersten in Runde 4 lagen genau zwei Jahre wieder "unbeschwert" leben: 05.12.22 - 05.12.2024; seit über zwanzig Wochen befinde ich mich in einem weiteren Verlängerungsduell um mein Leben. - Hört sich dramatisch an? Ist so! Am meisten werde ich gefragt, wie lange ich dieses Mal ran muss? Antwort: Solange, bis einer von uns (wieder) einknickt. Den ersten Beitrag zur Realisierung der nächsten Runde schrieb ich Anfang November: zwei Tage nach dem bestätigenden Kontroll-CT, dreizehn Tage vor meinem 50., fünfzehn Tage vor der dazugehörigen Feier ... Und eines kann ich euch sagen: es gab nicht nur Tränenfluten, sondern auch ein ordentliches Donnerwetter, wodurch verschiedenste Veränderungen stattfanden, wovon einige rückblickend mehr als überfäll...

Brustwiederaufbau: Ja oder Nein?

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Diesen Eintrag widme ich vorallem Frauen und Männern*, die ihre Brust ganz oder teilweise dem Krebs überlassen mussten und sich dadurch an einer weiteren Stelle ihrer seelischen Belastungsgrenze bewegen... Nach dem x-ten Mal haarlos innerhalb der letzten fünf Jahre, wuchs (trotz der damaligen Höllenschmerzen) auch in mir der Wunsch, in absehbarer Zeit wieder mehr nach Frau auszusehen, statt nur noch bzw. immer wieder ein undefinierter Klumpen Fleisch zu sein. Mit Vorfreude, Hoffnung und gewissen Erwartungen nahm ich Ende September das Beratungsgespräch mit meinem, mich 2017 operiert habenden Arzt wahr. Sicher wird mir die oder der ein und Andere zustimmen, wie entstellt man sich, aufgrund der körperlichen Veränderungen durch eine (Brust)Krebserkrankung fühlen kann; auch wenn es objek...

Ein irrer Sommer geht zu Ende

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Nach der Not-OP im April ging es mir (erwartungsgemäß) den Umständen entsprechend gut. Dennoch fragte ich mich (rhetorisch) manchmal schon, was wohl noch so auf mich wartete? ... Nervig an dem neuen "Spielplatz" war die konsequente Einhaltung der Wundversorgungsvorgaben und dass innerhalb des darauffolgenden Zyklus' eine Suppe ausgesetzt werden musste, um die Wundheilung zu fördern und meinen Körper, sprich: mich, zu schonen. Bis auf die Fäden und Drainagen zwischen den Pobacken, war die Welt im Großen und Ganzen wieder in Ordnung und Alles ging seine gewohnten Gänge. Im Rahmen der Troveldy-Kur musste es dann allerdings eine kleine Änderung geben: da meine Blutwerte bei dieser Therapie zwei Mal zu sehr in den Keller rasselten, wurde der Stoff von 10ml pro Kilo Körpergewicht auf ...

Sind alle guten Dinge wirklich Drei? [Teil 2]

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Der März hatte es in sich: nach alter Planung sollten alle Untersuchungen meines zurückgekehrten, abermals gewanderten Putins im Gespräch mit dem Chemo-Doc am 24.3. zusammengefasst und ein neuer Fahrplan geschmiedet werden. Da aber dieses Mal selbst mir sogar der Galgenhumor vergangen war und meine Psyche hohl drehte, setzte ich gemeinsam mit 'Vitamin B' alle Hebel in Bewegung, die Zeitachse zu verkürzen. - Etwa zwei Wochen früher stand fest: Es geht in die 3. Runde! Mein (erneutes/zusätzliches) Glück im Unglück war ein (weiterer) Fortschritt der Krebsforschung in Form des Medikamentes Troveldy, das erst im Dezember '21 in der EU, im Sommer '20 in den USA zugelassen worden war. Damit konnte die ach so böse Pharmaindustrie mit einem weiteren Mittel gegen sich ständig verändernde, gegen Vo...

Sind alle guten Dinge wirklich Drei?

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Wer meine Einträge zum Thema Brustkrebs verfolgt, wird im Letzten vom Februar festgestellt haben, dass dieser der wohl schwärzeste, deprimierteste und genervteste von Allen war. - Und das ist gut so! Auch solche Zeiten muss es geben, um sich immer wieder mal zu resetten. Auf gar keinen Fall, darf man sich jedoch zu lange in so einem Loch aufhalten (lassen)! Über fünf Monate später sieht es zum Glück schon wieder besser aus, was allerdings nicht nur an meinen nahezu überirdischen Nehmerqualitäten, meiner (fast) unerschütterlichen Lebensfreude, meines Selbstbewusstseins sowie "Trotzes gegen vermeintliche Obrigkeiten" und last-but-not-least Krisenerprobtheit von Kindheit an liegt, sondern vorallem meinem unfassbar tollen privaten Umfeld sowie meiner unschlagbaren Ärzteschaft! Neben mi...

… ich hatte mich dann mal ausgeklinkt!

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Einmal mental wie körperlich ausgezehrt, ist es wirklich schwer, wieder annehmbar auf die Beine zu kommen. Doch ich wäre nicht ich, hätte ich nicht auch das geschafft: Nachdem die Schmerzen der Bestrahlungsbrandwunden durch Einnahme von drei Tilidin innerhalb 24 Stunden auch für den Folgetag einigermaßen gebannt waren, suchte ich gleich am Montag meine Hausarztpraxis auf und erklärte den Mädels: Macht, was ihr wollt, wickelt mich von mir aus komplett ein, aber BITTE BITTE BITTE macht, dass diese Schmerzen aufhören! - Tja, und was soll ich sagen: Das taten sie dann tatsächlich! Meine Haus-Doc musste aufgrund der Wundstellen anfangs zwar etwas experimentieren, welche Materialien und wie diese befestigen? So schwierig sich die Wundversorgung im ersten Moment darstellte, so effektiv ...