Samstag, August 13
Shadow

Schlagwort: Mammakarzinom

Sind alle guten Dinge wirklich Drei?

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Wer meine Einträge zum Thema Brustkrebs verfolgt, wird im Letzten vom Februar festgestellt haben, dass dieser der wohl schwärzeste, deprimierteste und genervteste von Allen war. - Und das ist gut so! Auch solche Zeiten muss es geben, um sich immer wieder mal zu resetten. Auf gar keinen Fall, darf man sich jedoch zu lange in so einem Loch aufhalten (lassen)! Über fünf Monate später sieht es zum Glück schon wieder besser aus, was allerdings nicht nur an meinen nahezu überirdischen Nehmerqualitäten, meiner (fast) unerschütterlichen Lebensfreude, meines Selbstbewusstseins sowie "Trotzes gegen vermeintliche Obrigkeiten" und last-but-not-least Krisenerprobtheit von Kindheit an liegt, sondern vorallem meinem unfassbar tollen privaten Umfeld sowie meiner unschlagbaren Ärzteschaft! Neben mi...

… ich hatte mich dann mal ausgeklinkt!

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Einmal mental wie körperlich ausgezehrt, ist es wirklich schwer, wieder annehmbar auf die Beine zu kommen. Doch ich wäre nicht ich, hätte ich nicht auch das geschafft: Nachdem die Schmerzen der Bestrahlungsbrandwunden durch Einnahme von drei Tilidin innerhalb 24 Stunden auch für den Folgetag einigermaßen gebannt waren, suchte ich gleich am Montag meine Hausarztpraxis auf und erklärte den Mädels: Macht, was ihr wollt, wickelt mich von mir aus komplett ein, aber BITTE BITTE BITTE macht, dass diese Schmerzen aufhören! - Tja, und was soll ich sagen: Das taten sie dann tatsächlich! Meine Haus-Doc musste aufgrund der Wundstellen anfangs zwar etwas experimentieren, welche Materialien und wie diese befestigen? So schwierig sich die Wundversorgung im ersten Moment darstellte, so effektiv ...

Am Ende wird alles gut. …

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches
... Ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende. So in Etwa, könnte man den (Zu)Stand meiner körperlichen wie mentalen Verfassung umreißen. Wobei, fast sechs Wochen nach Bestrahlungsende fand ich weitestgehend zu meinem nahezu unschlagbaren optimistisch-(schwarz)humorigen Pragmatismus zurück. In München aufgewachsen, gehörte es bis zu einem gewissen Zeitpunkt zu einer Art "Kulturgut", diverse Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest alljährlich "traditionell" über sich ergehen zu lassen. Aber Leute, ich kann Euch sagen: gegen den Thrill, dem man sich während einer (wiedergekehrten) Krebserkrankung stellen muss, sind alle Tempobuden auf der Wies'n zusammen ein Witz! Bereits im Beitrag vom 03.09.17 auf die Wichtig- und Notwendigkeit der psycho-onkologischen Betreuung hingewiese...

Fast wie ein Sonntagsspaziergang bei bestem Wetter

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich sitze am PC, habe gerade diesen Eintrag eröffnet, drei DinA 5-Seiten in Zeller-Steno hierfür vor mir liegend und doch fehlt mir im Augenblick irgendwie der Einstieg... Seit über zwei Monaten stelle ich mich aufs Neue dem Krebs entgegen und wer es nicht weiß, würde niemals darauf kommen, dass und welcher Kampf (wieder) in mir tobt. Um Euch die unvorstellbaren Weiten und Welten von Krebstherapien zu veranschaulichen und diesen, den immer noch vorherrschenden Schrecken weiter zu entziehen, hier zwei Fotos, die mich jeweils ca. 2 Monate nach Therapiebeginn zeigen. Unschwer zu erkennen, ist mein (äußerlicher) Allgemeinzustand dieses Mal ziemlich gut und so fühle ich mich im Großen und Ganzen auch. Die Nebenwirkungen halten sich bislang ebenfalls im erträglichen Rahme...

Breast Cancer Warrior – Reloaded

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Ich bin ganz geflasht und riesig dankbar, nun den richtigen Einstieg in diesen Beitrag gefunden zu haben: Vielen Dank an den Sender vox und das ganze Team von Stars gegen Krebs - Ladies Night! (heutige Wiederholung) 43 Tage sind seit meinem mentalem Extremeinbruch vergangen. Eine vergleichbare Achterbahn-10er-Looping-Fahrt habe ich seitdem (wem-auch-immer-sei-Dank) nicht mehr durchstehen müssen. Mittlerweile habe ich nicht nur die Zyklen der neuen Krebstherapie verinnerlicht, Tabletten und Infusionen laufen nun auch synchron, sodass mir zwischen den Zyklen eine Woche ohne Alles zur Verfügung steht, in der ich Luft und immer wieder Anlauf holen kann. Die Einschlafprobleme konnten durch die zusätzliche Einnahme von Neurexan einigermaßen in den Griff gebracht werden, das Gelbe vom Ei ...

Der Krebs will’s nochmal wissen…

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Besondere Menschen verdienen besondere Geschenke. - Ich wusste gar nicht, dass ich so "besonders" bin, einen Tag vor meinem 46. die offizielle Bestätigung zu erhalten: der Krebs ist zurück und hat sogar "Freunde" mitgebracht! Euch kommt dies nun vielleicht grausam vor: Wie können die Ärzte nur einen Tag vor dem Geburtstag damit rausrücken? - Weil ich es so wollte! Mit der letzten Bestrahlung am Freitag, 29.12.17 endete offiziell mein - erster - aktiver Kampf gegen triplenegativen Brustkrebs und galt als geheilt. An das engmaschig angelegte Nach- und Vorsorgenetz gewöhnte ich mich rasch: alle drei Monate bei meiner Gyn vorbei, ein Mal im Jahr Check im Krankenhaus, ein Mal im Jahr Mammografie, ein Mal im Jahr Brust-MRT und sobald mir sonst irgendein "Furz" quer stand, bekam ich ohne...

Mein Brustkrebs – Deckel druff.

(Mein) Brustkrebs, Alltägliches, Gesellschaft & Politik
Mit einschließlich Heute liegen 1 Jahr, 3 Monate, 6 Tage oder: 66 Wochen und 1 Tag oder: 463 Tage oder: 11.112 Stunden oder: 666.720 Minuten oder: 40.003.200 Sekunden eines Lebensabschnitts hinter mir, den ich nur meinem schlimmsten Feind und / oder rücksichtslosen Mit-Erdlingen gönnen würde. Nach meiner Krebstherapiestrecke (inklusive Zahnwurzel-OP, Darmspiegelung, Karpaltunnel-OP - wenn schon, denn schon) war ich doch recht froh, mich Ende Februar für drei Wochen in Reha verabschieden und dabei von meinem Haustier begeleitet werden zu können. Wenn man zurück blickt, dass man seitens des Sozialdienstes im Krankenhaus, noch bevor die eigentliche Krebstherapie überhaupt startet, mit Info belagert wird, die erst in der Zielgeraden zum Tragen kommt, dürfte es nicht sonderlich verwundern...